Der Hammermichel lebt!

Norman Sengewald (l.) und Ingo Kolbe an der Gedenktafel des Hammermichel.
 
Partyalaram: Die Hammermichel-Buben mit den Gardemädchen des Bergaer Carnevalvereins in dem Video „Hammermichel – Der Partykracher“. (Foto: Michael Gutzeit)

Neuer Sound und Rhythmuswechsel bei den Hammermichel-Buben.

Vor zwei Jahren setzten Ingo Kolbe und Norman Sengewald als „Hammermichel-Buben“ dem Namensgeber ihres Duos ein musikalisches Denkmal. Das Lied über den legendären Helden aus dem mittleren Elstertal wurde ein veritabler Erfolg auf lokaler Ebene. Der Song wurde in Bierzelten und auf Dorffesten gespielt. Volksmusik pur eben. Nun legen die beiden nach, allerdings im veränderten Sound und flotteren Rhythmus. „Hammermichel – Der Partykracher“ ist ein modernes Stück Volksmusik-Pop, zu dem das Duo gemeinsam mit den Mädels des Berg‘schen Carnevalsvereins ein fetziges Video gedreht hat. Ich sprach mit den Hammermichel-Buben.

Sind die Zeiten der volkstümlichen Schunkel-Mugge vorbei?
Alles ist im Wandel begriffen. Auch die Volksmusik ist moderner geworden. Wo früher noch traditionelle Instrumente zum Einsatz kamen, spielt man heute oft mit Synthi und E-Gitarre. Vorbei ist diese Musikrichtung jedenfalls nicht. Stimmungsmusik wird es immer geben. Jeder weiß, dass diese Art Musik Gute-Laune macht.

Weshalb der Richtungswechsel?
Wir haben viel mit Sounds und Rhythmen experimentiert. Der neue Sound ist viel zeitgemäßer, anspruchsvoller, ja halt moderner. Wir selbst finden den Sound cooler und passender zu der Zeit und unserem Outfit.

Wen wollt Ihr mit Euren neuen Sound ansprechen?
Natürlich ganz viele, von Jung bis Alt. Das ist Musik ohne Altersbegrenzung. Aber natürlich wollen wir verstärkt auch junge Leute ansprechen. Wir können das auch, was die zum Beispiel in Bayern können – nämlich Stimmung machen!

Aber die Lederhosen bleiben an?
Der volkstümliche Touch wird bleiben und die Lederhosen passen zu unserer Musik.
Wer unterstützt Euch bei den Einspielungen an den Instrumenten?
Wir spielen alle beide Keyboard und Ingo noch Gitarre. Im Studio bekamen wir natürlich tatkräftige Hilfe.

Wo liegen Eure musikalischen Wurzeln?
Seit über 20 Jahren machen wir nebenberuflich Musik, sowohl als Alleinunterhalter als auch in Duos und Gruppen. Seit zwei Jahren nun als Hammermichel-Buben.

Was ist Euer musikalischer Anspruch?
Wir wollen mit unserer Musik nicht nur uns, sondern vor allem unsere Region populär machen. Das versuchen wir mit der Sagengestalt des Hammermichel, mit Fotos, Videos aus der Region und einigem mehr.

Wie kam es zu dem Dreh mit der Bergaer Gardemädchen?
Die Studioaufnahmen waren gemacht, ein Video sollte folgen und Ideen waren da. Das war alles um die Faschingszeit, als Ingo auf der Bühne mitwirkte. Wir beide sahen den Auftritt der Prinzengarde und waren sofort begeistert. Die Idee war geboren, etwas zusammen zu machen. Das Ergebnis kann mit sich sehen lassen.

Wurde das Video an Originalschauplätzen gedreht?
Wir suchten eine Stadl-Atmosphäre. Die haben wir in der Gaststätte Lucius in Großkundorf gefunden. An Originalschauplätzen zu drehen war im Gespräch, hätte aber viel mehr Aufwand bedeutet. Die ehemalige Hammermichelbaude wäre auch eine tolle Kulisse gewesen, aber leider nicht umsetzbar. Wichtig war uns, in der Region zu bleiben.

Wo kann man das Video sehen und wo gibt’s die CD?
Anschauen kann man „Hammermichel – Der Partykracher“ auf unserer Internetseite www.Die-Hammermichel-Buben.de. Die Songs gibt es auf den bekanntesten Downloadportalen wie iTunes, Amazon, Saturn, Media- Markt. Die CD ist bei Amazon sowie in vielen regionalen Geschäften und natürlich bei den Hammermichel-Buben erhältlich.

Und wo kann man Euch live erleben?
Am 5. September in Greiz zum Brauereifest sowie bei weiteren öffentlichen Veranstaltungen.

Sagenhafter Hintergrund


Der Hammermichel lebte von 1766 bis 1843 im Tal der Weißen Elster nahe dem Städtchen Berga. Er hat im Unterhammer Pflugscharn und anderes Gerät geschmiedet. Der Hammermichel soll geheime Künste beherrscht haben. Wunderliche Geschichten wurden über ihn erzählt und noch heute gibt es Sagen von dem Schmied im Elstertal. Seit anderthalb Jahren erinnert zwischen Berga und Wünschendorf bei Gera eine Ehrentafel an den „Hammermichel“.
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