Die Lehrerin und ihre Meisterschülerin: Elke Hopfe und Tanja Pohl stellen in der Kunsthalle Vogtland aus

Wann? 29.05.2014 14:00 Uhr bis 29.05.2014 19:00 Uhr

Wo? Kunsthalle Vogtland, Bahnhofstraße 8, 08468 Reichenbach DE
Tanja Pohl (l.) und Elke Hopfe in der Kunsthalle Vogtland.
 
Der Vorsitzende des Fördervereins Kunsthalle Vogtland, Dr. Klaus Schäfer, konnte zur Ausstellungseröffnung zahlreiche Gäste begrüßen.
Reichenbach: Kunsthalle Vogtland |

Als gemeinsamen "Blick auf den Schmerz dieser Welt" könnte man die schlicht mit "Grafische Bilder" betitelte aktuelle Ausstellung in der Kunsthalle Vogtland beschreiben. In dieser zeigen Elke Hopfe und Tanja Pohl seit dem 17. April ihre großformatigen Zeichnungen in einer gemeinsamen Exposition.

Laudator Matthias Zwarg befand zur Ausstellungseröffnung, dass die Bilder der beiden Künstlerinnen extrem dafür prädestiniert seien, gemeinsam gezeigt zu werden: "Hier finden die Lehrerin und ihre Meisterschülerin zusammen", so der Zschopauer Kulturjournalist. Er verwies darauf, dass Tanja Pohl an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei Elke Hopfe studiert und anschließend ein Meisterschülerstudium bei ihr absolviert hat. "Danach haben sich ihre Wege nicht getrennt, wie es sonst so oft bei Lehrern und ihren Schüler nicht der Fall ist", so Zwarg. Es sei der "Blick auf das Kaputte", der die Aussage der Bilder beider Künstlerinnen vereint. Die Zeichnungen sind wie "Notizen aus dem beschädigten Leben und strahlen eine ungeheure Spannung aus", so der Laudator.

Während die Bilder von Elke Hopfe die "klassische Moderne widerspiegeln" und "mit leiser, aber fester Stimme von den Verletzungen der Seele sprechen", offenbaren die Zeichnungen von Tanja Pohl "starke geometrisch reduzierte Figuren", in denen sie auch farbige Kontraste setzt, um den" Grenzgebieten ein Gesicht zu verleihen. Beide Künstlerinnen schaffen mit ihren Werken "eine Art modernes Metropolis", befindet Matthias Zwarg.

Elke Hopfe wurde 1945 in Limbach-Oberfrohna geboren und studierte 1965 bis 1970 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei Günther Horlbeck und Gerhard Kettner. Danach war sie bis 1977 freischaffend in Dresden tätig, anschließend bis 1989 in Gera. Während ihrer Thüringer Zeit erhielt sie den Preis der Ausstellung "Junge Künstler der DDR" (1980) und fünf Jahre später den Kunstpreis des Bezirkes Gera. Ab 1988 war Hopfe als Lehrerin an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden tätig, von 1992 bis 2011 hatte sie eine Professur an der Dresdener Kunsthochschule. Seit zwei Jahren ist Elke Hopfe, die 2010 den Kunstpreis der Stadt Dresden erhielt, wieder freischaffend in der sächsischen Landeshauptstadt tätig.

Die Vogtländerin Tanja Pohl ist Jahrgang 1985 und war von 1999 bis 2005 Schülerin von Horst Eczko in Lengenfeld. Während dieser Zeit legte sie 2003 ihr Fachabitur (Gestaltung) in Plauen ab und absolvierte im gleichen Jahr ein Praktikum bei dem Plauener Holzbildhauer Albrecht Ripp. Ein weiteres Praktikum folgte im Malsaal des Theaters Zwickau, worauf sich ihr Studium der Bildenden Kunst in Dresden anschloss. Seit vorigem Jahr lebt und arbeitet Tanja Pohl in Greiz, wo sie in der Reichenbacher Straße 75 ein Atelier betreibt. "Als einzige hauptberufliche Bildende Künstlerin in unserer Stadt", bemerkte der Greizer Musiker Rudolf Kuhl in der Kunsthalle Vogtland fest. Er war zu der Ausstellungseröffnung wie zahlreiche weitere Künstlerkollegen gekommen, unter ihnen Volkmar Kühn aus Wünschendorf und Peter Zaumseil aus Elsterberg.

INFO: Die Ausstellung mit den zirka 80 großformatigen Grafiken von Elke Hopfe und Tanja Pohl ist noch bis zum 31. Mai 2014 in der Kunsthalle Vogtland in Reichenbach (http://www.kunsthalle-vogtland.de) zu sehen. Geöffnet ist sie donnerstags von 15 bis 19 Uhr und sonntags 14 bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung.
Kontakt: Telefon 03765/3929855 bzw. E-Mail: info@kunsthalle-vogtland.de.
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