„Draußen vor der Tür“,

Wann? 10.10.2015 19:00 Uhr

Wo? Liebfrauenkirche, Dr.-Martin-Luther-Straße, 07955 Auma DE
Auma: Liebfrauenkirche |

"Altes" ganz aktuell

Evangelische Spielgemeinschaft Pausa spielt das Theaterstück "Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert in der Liebfrauenkirche Auma


Ein Theaterstück aus dem Jahr 1947, wie es aktueller nicht sein könnte, erwartet Sie am 10.10. ab 19.00 Uhr in der Liebfrauenkirche Auma.
„Draußen vor der Tür“ ist ein Drama des deutschen Schriftstellers Wolfgang Borchert, das er innerhalb von acht Tagen niederschrieb. Der Entstehungszeitraum wird zwischen Herbst 1946 und Januar 1947 angenommen- und ist doch bedrückend aktuell.
Das Drama bildet das Hauptwerk Wolfgang Borcherts, es wurde ein großer Erfolg und machte den bis dahin unbekannten Borchert berühmt, der einen Tag vor der Uraufführung im Alter von nur 26 Jahren starb. Das Stück wurde als Aufschrei einer zuvor schweigenden jungen Generation gewertet und gilt heute als eines der wichtigsten Nachkriegsdramen, es ist auch Lehrstoff in unseren Schulen.
Im Zentrum der Handlung steht der deutsche Kriegsheimkehrer Beckmann, dem es nach dreijähriger Kriegsgefangenschaft nicht gelingt, sich wieder ins Zivilleben einzugliedern. Auf den Stationen seiner Suche nach einem Platz in der Nachkriegsgesellschaft richtet Beckmann Forderungen nach Moral und Verantwortung an verschiedene Personentypen, Gott und den Tod. Am Ende bleibt er von der Gesellschaft ausgeschlossen und erhält auf seine Fragen keine Antwort.
Ein Allerweltsschicksal in der Zeit nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges, das Schicksal von Millionen Kriegsheimkehrern, Flüchtlingen, Heimatvertriebenen, die dem Schrecken des Krieges entkommen sind, nun aber vor einem neuen Schrecken stehen, der Einsamkeit und dem Fehlen eines Zuhauses und einer Zukunft. Sie laufen von Tür zu Tür, werden weitergereicht und bleiben dann doch „Draußen“. Das Stück ist ein menschlicher Verzweiflungsschrei gegen jede Art von Krieg. Trotz seines Vergangenheitsbezuges soll das Stück ein Mahnen direkt in unsere Zeit bringen, in der wieder allzu leichtfertig von Krieg gesprochen wird.

Wie (fast) Immer ist der Eintritt zur Veranstaltung frei, wie immmer werden wir am Ende um eine Spende bitten. Wie immer gibt es in der Pause bzw. nach Ende der Veranstaltung „Essen und Trinken für einen guten Zweck“, also einen kleinen Imbiss und/ oder ein Glas Sekt, Wein oder Glühwein, je nach Temperatur, natürlich auch Wasser oder Tee. Wie immer wird es frisch in der Kirche sein, also Jacke bitte nicht vergessen.
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