Es gibt Tage - großartiges Konzert mit Armin Mueller-Stahl, Günther Fischer & Co.

Armin Mueller-Stahl am 13. März 2012 in der Vogtlandhalle Greiz.
Ein großartiges Konzert mit intensiv-besinnlichen Momenten lieferten Armin Mueller Stahl, Günther Fischer, Tobias Morgenstern und Tom Götze am 13. März in Greiz ab. Der weltbekannte Schauspieler gastierte mit den drei Musikern auf seiner „Es gibt Tage...“-Tour 2012 in der Vogtlandhalle und begeisterte rund 400 Zuschauer.

Ganz in Schwarz - nur ein roter Schlips hier und paar grüne Schuhe da - betraten die vier Herren die Bühne. Dann ein jazziger Einstieg ... und der Schauspieler von Weltruf begann mit charismatischer Stimme, seine Lieder vorzutragen. Ganz unprätentiös, mit wenig Gestik, aber dafür mit um so mehr Bühnenpräsenz. Seine Chansons - größtenteils vor 45 Jahren entstanden, reichten von der melancholischen Ballade über das nachdenkliche Liebeslied bis hin zur ausgelassenen Schnurre. Auch die damals versteckten Systemkritik entdeckte das Publikum. Beispielsweise im Song von der blauen Kuh, die am Ende ganz mager, ja, sogar Hager wird. In Anspielung an den früheren DDR-Politiker, der als ZK-Mitglied maßgeblich die Kultur- und Bildungspolitik in der DDR bestimmte.

Zwischen den Songs gab der 81-jährige Mueller-Stahl seinen Mitmusikern immer wieder Gelegnehit zu ausgiebigen Improvisationen, bei denen sich Tobias Morgenstern am Akkordeon und Tom Götze am Bass als Meister ihres Fachs erwiesen. Was man ja von Günther Fischer längst weiß. Mueller-Stahl selbst griff glegentlich zur Geige, die er gekonnt zum Klingen brachte, und beendete den Abend mit dem Song, der dem Programm (und der gleichnamigen CD) seinen Titel gab: "Es gibt Tage, an denen verliert man. Und es gibt Tage, an denen gewinnen die anderen." Am Abend dieses Tages in Greiz gewann zweifellos das Publikum: Eine Vorstellung, die in ihrer Einfachheit in Verbindung mit der Virtuosität der Musiker zu einem bleibenden Erlebnis jedes Konzertbesuchers wurde. Zumal der Abend in der Zugabe mit dem Solo eines ganz Großen der Jazz- und Filmmusik ausklang: Günther Fischer, der über 200 Filmmusiken geschrieben hat, spielte auf dem Saxofon sein "Solo Sunny".
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1 Kommentar
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Hannelore Grünler aus Artern | 21.03.2012 | 22:40  
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