Essenz des Wunderns – Der Stoff, aus dem die Märchen sind

Wann? 19.01.2014 09:00 Uhr bis 19.01.2014 16:00 Uhr

Wo? Städtisches Museum , Aumaische Straße 30, 07937 Zeulenroda-Triebes DE
"Der Zeit zuhören", Collage von Ines Seidel nach dem Märchen "Dörnröschen".
Zeulenroda-Triebes: Städtisches Museum | „Text und Sprache zu analysieren fasziniert mich“, sagt Ines Seidel. 15 Jahre lang hat die studierte Sprachwissenschaftlerin als Fernsehforscherin, Marktanalystin und Trendforscherin Veränderungen analysiert. Konstant geblieben ist ihr Interesse an Verwandlung, Verwunderung und Sprachmustern. „Ich liebe es, alte Bücher oder Verpackungen weiterzuverarbeiten,“ beschreibt die 41-Jährige ihre Passion. Dieser Passion widmet sich Ines Seidel seit einem Jahr als freischaffende Künstlerin.

Die in Zeulenroda geborene, in Merkendorf aufgewachsene und seit 13 Jahren in Neufahrn bei München lebende zweifache Mutter kreiert fantasievolle Gebilde aus Papier und Pappkarton, aber auch Garn, Holz, getrockneten Pflanzen und anderen Fundstücken. Die kleinen und größeren Kunstwerke bearbeitet sie gern mit Aquarellfarben, Graphit und Tusche. Dem Betrachter erschließen sich aus filigran gezeichneten Portraits neue Perspektiven auf Märchenfiguren. Auch das Thema Zuhausesein wird in mehreren Collagen aufgegriffen und neu beleuchtet. Daneben gibt es abstrakt anmutende Arbeiten, in denen Ines Seidel Alltagsdinge eingearbeitet hat, die andere achtlos wegwerfen: Schraubdeckel, Teebeutel, Preisschilder. Weshalb sich Zeulenrodas Bürgermeister Dieter Weinlich bei der Eröffnung ihrer Ausstellung im hiesigen Museum wohl an den großen Aktionskünstler Joseph Beuys erinnert fühlte.

Im Städtischen Museum von Zeulenroda-Triebes erleben die Objekte von Ines Seidel derzeit ihre Ausstellungspremiere: Es ist die erste öffentliche Schau der Künstlerin. Zu sehen sind verschiedene Wandbehänge („Wortbehänge“), Collagen mit Buchseiten, Portraits sowie kreative dreidimensionale Kunstobjekte wie Papierschalen. In vielen Exponaten tauchen die Märchen auf. Beispielsweise in den „Heldenbehängen“, in die die Künstlerin Papierstücke aus russischen Märchenbüchern („Ilja Muromez“) mit Stoff und Pappkarton gehäkelt hat. Oder in den Miniaturen „Mädchen mit Vögeln“, „Der Zeit zuhören“ und „Im Wald allein“ mit Bildnissen, die Aschenputtel, Dornröschen und Rotkäppchen nachempfunden sind. „Einfach zauberhaft!“, ist Museumschefin Ute Arnold begeistert.

Die zauberhaften Objekte von Ines Seidel sind noch bis zum 19. Januar 2014 unter dem Titel „Essenz des Wunderns – Der Stoff, aus dem die Märchen sind“ im Atrium des Städtische Museums ausgestellt.

Öffnungszeiten: Dienstags bis freitags 9 - 16 Uhr, donnerstags 9 - 18 Uhr, sonn- u. feiertags 13 - 16 Uhr.
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