Ingo Appelt: Vom Saulus zum Paulus? Never ever!

Greiz: Vogtlandhalle |

"Was ist denn hier los? So eine schöne Halle und fast leer? Ich hab wohl zuviel Ossi-Witze erzählt!", begrüßt Ingo Appelt angesichts der nur zur Hälfte gefüllten Vogtlandhalle am 5. November sein Publikum in Greiz.

Aber die, die da sind, feiern den Comedian überschwänglich. Denn sie wissen, worauf sie sich eingelassen haben. Appelt stellt sein neues Programm "Frauen sind Göttinnen - Wir können nur noch beten" und sich als Begründer einer neuen femininen Weltreligion vor. Natürlich habe er sich dafür vom Saulus zum Paulus gewandelt und fertigt seine Geschlechtsgenossen immer wieder als "Drecksäue" ab, die nur Fernsehen, Essen und F..... im Kopf haben. Das "F"-Wort taucht immer wieder im Programm auf, genau wie andere Zoten - immer im Zusammenhang mit den Männern. Frauen dagegen seinen kultiviert und machen nie etwas falsch. Höchstens mal einen Fehler, "doch dann aus guten Grund".

Aus der stacheligen Ironie wächst aber immer mehr die Keule, schließlich war Eva daran schuld, dass wir aus dem Paradies geflogen sind. Appelt feuert in gewohnter Manier Tabubrüche und politische Unkorrektheiten ab. Dabei zieht der 47-Jährige im Laufe des Programms über seine Lieblingsfeinde her: Die katholische Kirche und Politiker. Aber auch Berufskollegen wie Dieter Nuhr, Michael Mittermeier und Mario Barth kriegen ihr Fett weg. Als sich Appelt auch noch Herbert Grönemeyer vornimmt - darauf haben die Zuschauer gewartet - steht der Saal Kopf. Der halbe. Am Ende legt der Comedian sogar noch einen Strip hin und macht sich (fast) nackig.

Sein Publikum schickt er mit der Drohung nach Hause: "Das nächste Mal, wenn ich hier in Greiz bin, ist die Bude voll! Sonst kriegt ihr mächtig Äger mit mir!"
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