Italien-Ausstellung eröffnet am 27. April

Restauratorin Franziska Pucher (l.) und Pia Büttner, Öffentlichkeitsmitarbeiterin im Sommerpalais, zeigen die großformatige Ansicht des Amphitheaters in Verona von Valentin Masieri aus dem Jahre 1696.
Franziska Pucher ist begeistert: Die Mitarbeiterin des Greizer Sommerpalais' hat auf ihrem Arbeitstisch eine großformatige Ansicht des Amphitheaters von Verona aus dem Jahre 1696 ausgebreitet. "Das ist das älteste und größte Exponat unserer neuen Ausstellung", so die Restauratorin. Für den Druck mussten einst vier verschiedene Platten hergestellt werden. Geschaffen hat das eindrucksvolle Kunstwerk Valentin Masieri in einer Mischtechnik, bei der sowohl Radierung als auch Kupferstich zur Anwendung kamen. Mindestens ebenso beeindruckend wie das Amphitheater sind die kolorierten Radierungen von Mantua und Turin. Die Blätter zeigen die Grundrisse der italienischen Städte und stammen aus den Atlanten, die vor etwa 300 Jahren bei Matthäus Seutter (1678 - 1757) in Augsburg erschienen. Diese und noch viel mehr Radierungen und Kupferstiche sind ab dem 27. April in der Ausstellung "Kennst Du das Land, wo die Zitronen blühn?" zu sehen, mit der die Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung bis zum September Italien ins Sommerpalais nach Greiz bringt.

In der Renaissance wurde Italien zum Mittelpunkt der kulturellen Erneuerung und blieb bis ins späte 19. Jahrhundert der bevorzugte Studienort für bildende Künstler. Nirgends sonst war und ist die Kunst von zweitausend Jahren so dicht in einem Land konzentriert. Von den Antiken der griechischen Kolonien und der Römerzeit über die Bauwerke und die Malerei der Gotik und der Renaissance bis zum Barock - nur in Italien finden Reisende aus jeder dieser Epochen Zeugnisse der Kunst. Die Zeit um 1800 war gekennzeichnet durch eine Sehnsucht nach der klassischen Antike. Dichter und Maler reisten nach Italien, um Inspirationen in der Originallandschaft zu suchen und um Eindrücke zu finden.

Schätze aus den Sammlungen der Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung illustrieren, was Dichter und Maler aus Arkadien zurück brachten. Mit Goethes Italienischer Reise und Wilhelm Meisters Lehrjahren beginnt die Reise nach Süden. Sie wird unterlegt mit Landkarten italienischer Provinzen sowie Veduten italienischer Landschaften, Stadtansichten von Pisa und Pompeji sowie Darstellungen des antiken wie auch des barocken Rom.

Die Italiensehnsucht wird angetrieben und befriedigt mit Reisebeschreibungen, mit Lava speienden Vulkanen, Mignons Lied aus Wilhelm Meisters Lehrjahren, mit Portraits illustrer Italiener und prominenter Päpste und nicht zuletzt mit frühen Darstellungen von Südfrüchten.

Die Ausstellung wird am 27. April um 11 Uhr im Festsaal des Sommerpalais' eröffnet und ist bis zum 22. September 2013 zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige