Jede Spende ein Meilenstein zur Restaurierung

Von links: Frank Böttger, Ralf Stiller, Michael Riedel und Gerd Grüner bei der symbolischen Spendenübergabe in der Stadtkirche.
Greiz - Stadtkirche Sankt Marien.
Ein symbolischer Scheck über 500 Euro wurden als Erlös aus dem Benefizkonzert des Polizeimusikkorps an die Kirchgemeinde Greiz zur Restaurierung der größten Orgel Ostthüringens übergeben. Das Konzert im vergangenen Jahr hatte die Greizer Freizeit und Dienstleistungs-GmbH organisiert. Schon über Jahre wird für dieses Vorhaben Geld angespart, die bisherigen Spenden belaufen sich auf 450 000 Euro. Doch das reicht noch lange nicht, sagten Kreiskantor Ralf Stiller und Pfarrer Michael Riedel, das Projekt könnte rund eine halb Million Euro verschlingen, dies wurde auch dem Greizer Bürgermeister Gerd Grüner (SPD), der mit vor Ort war, erläutert. Genaue Zahlen zur Restaurierung liegen noch nicht vor, denn es gehe dabei nicht nur um die Orgel selbst, sondern um das gesamte Ringsherum. Die technischen Anlagen sind nicht mehr auf dem neuesten Stand, die kleinen Motoren und Realais im Inneren des Instruments entsprechen nicht mehr den Vorschriften im Brandschutz. Gegenwärtig wird noch nach einem kompetenten Orgelbauer gesucht, der in der Lage ist, die Orgel komplett abzubauen, in heimischer Werkstatt zu restaurieren und auf den Stand der Romantik um 1910, zu bringen. Fest stehe, dass der ursprüngliche Klang, durch mehrere Bauphasen zur Erhaltung der Orgel, verschwunden sei, beklagte Stiller. Die Gebrüder Jehmlich aus Dresden erweiterten den Vorgängerbau im Jahr 1919 auf 63 Register.
Der Greizer Orgelbauer Hartmut Schüßler, nahm 1980 weitere geringe klangliche Veränderungen am Instrument vor, weiterhin wurde ein neuer Spieltisch ein- und die Traktur auf Elektropneumatik umgebaut. Noch ungeklärt sei auch, ob dieser Spieltisch erhalten werden kann. Leider sind keinerlei brauchbare Originalteile vom früheren Spieltisch noch vorhanden. Mit der Restaurierung der Kreuzbach/ Jehmlich Orgel, möchte man für Greiz einen Anziehungspunkt für internationale Künstler schaffen. Mit weiteren Konzerten, einem Imagefilm und ansprechenden Werbematerial wird die Kirchgemeinde auch künftig für weitere Sponsoren und Spenden werben, damit das Ziel erreicht wird und die größte Orgel Thüringens in voller Klangfarbe erklingen kann.
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