Lottomittel für Licht im Grünen Salon

v.l. Bauleiterin Barbara Hessel, Bürgermeister der Stadt Greiz Gerd Grüner, Sozialministerin Heike Taubert und Museumsdirektor Rainer Koch.
Greiz - Unteres Schloss.
Einen Zuwendungsbescheid von 5.000 Tausend Euro aus Überschüssen der Staatslotterie des Freistaates Thüringen 2013 überbrachte Thüringens Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD) für die Restaurierung der Wandleuchter im Grünen Salon des Unteren Schlosses in Greiz.
Der einstige Grüne Salon im Unteren Schloss wurde im vergangenen Jahrhundert in den zwanziger Jahren aufgeteilt, zum einen als Durchgangsweg und der Bauernstube. In der Bauernstube wurde damals eine Zwischendecke eingezogen, die nach dem Ausbau einige Überraschungen bot. Da bis dahin keine Eingriffe in die vorhandenen Strukturen erfolgte, waren Stuck und Deckenmalereien noch erhalten und ein Deckenleuchter und zwei weitere von sechs Wandleuchtern noch vorhanden. Auf einem alten Foto sind die Wandleuchter sichtbar, ein Vorteil für die Restaurierung und Neuanfertigung der fehlenden sechs Wandleuchter. Hinter der Verkleidung der Bauernstube kam ein Kamin zum Vorschein.
Nach Ausbau der Bauernstube und Öffnung der Deckenkonstruktion wurden erhebliche statische Mängel festgestellt. So dass der eigentlichen Restaurierung erst das statische System im Bereich Grüner Salon saniert werden musste. Auf der Grundlage der Baugenehmigung wurde die Tragkonstruktion mit einer Stahl-Holzstruktur verstärkt und gleichzeitig Belange des Brandschutzes verbessert.
Im Juli 2012 wurde mit der eigentlichen Restaurierung des Grünen Salon begonnen.
Die vorhandene Deckenmalerei wurde mit Fassungsretusche und Rekonstruktion wieder hergestellt einschließlich der Vergoldungsarbeiten.
Der Stuck wurde ebenfalls im Bestand erhalten. Nur kleinere Teile mussten neu ergänzt und farblich gefasst werden.
Das historische Parkett ist aufgearbeitet und im Bestand erhalten worden. Der historische Kamin wurde laut einem alten Foto wieder in seiner Form hergestellt. Die Holzbauelemente mussten durch den Verlust im Bereich ehemaliger Bauernstube mit Neuteilen ergänzt werden.
Die vorhandenen Teile wurden aufgearbeitet und ergänzt. Die Überarbeitung und Angleichung der Alt- und Neuteile erfolgte mit einem Schelllacküberzug. Auf der Grundlage im Raum vorhandener Reste der Wandbespannung wurde diese als Rekonstruktion neu angefertigt. Die grüne Wandbespannung wurde im Raum angebracht und die Fensterdekoration entsprechend dazu aufgehängt.
Der wieder entdeckte Kronleuchter sowie die Wandleuchter wurden nach der metallrestauratorischen Aufarbeitung montiert.

Die Gesamtausgaben der Maßnahme von 2010 bis 2012 betrug 552.717.64 Euro.

Eine Förderung von 30.000.00 Euro des Thüringer Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie im Jahr 2010, für 2011 gab es 56.000.00 Euro und im Jahr 2012 nochmals 60.000.00 Euro.
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2 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 28.04.2013 | 20:25  
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Karin Jordanland aus Artern | 29.04.2013 | 11:59  
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