Mit "Einblicke" von Wolfgang Dreßler ist die erste Kunstausstellung in der Vogtlandhalle Greiz zu sehen

Wann? 16.09.2012 bis 13.02.2013

Wo? Vogtlandhalle , Carolinenstraße, Greiz DE
Zeigt seine Arbeiten zur ersten Kunstausstellung in der vor einem Jahr eingeweihten Vogtlandhalle Greiz: Wolfgang Dreßler
Greiz: Vogtlandhalle | Bürgermeister Gerd Grüner sprach von einem Novum, als er die erste Kunstausstellung in der Greizer Vogtlandhalle eröffnete. Von Anfang an war vorgesehen, dass das Haus künftig für alle Art von Kunst offen stehen soll. Fast genau vor einem Jahr wurde die Vogtlandhalle eingeweiht. Trotz der verschiedensten damaligen Widerstände ist sich das Stadtoberhaupt heute sicher, dass es die richtige Entscheidung war, die Vogtlandhalle zu bauen. Jetzt hofft er, dass die eröffnete Ausstellung der Startschuss für viele weitere sein möge.

Erster Aussteller ist Wolfgang Dreßler aus Greiz – ein Rentner im Unruhestand, wie der Bürgermeister bemerkte. Noch kurz vor der Ausstellung äußerte Dreßler Bedenken, ob überhaupt jemand zur Eröffnung kommen würde. Er war angenehm überrascht, als sich das obere Foyer mit reichlich 100 Gästen füllte. Auf die Lebensstationen des früheren Kunsterziehers ging sowohl der Bürgermeister als auch Antje-Gesine Marsch in ihrer Laudatio ein. Die Ausstellung ist mit dem Titel „Einblicke“ überschreiben. Ebensolche gibt sie in Dreßlers Leben. Neben den zu sehenden Greizer Motiven wird deutlich, dass es Dreßler nach dem Mauerfall in die weite Welt hinaus gezogen hat. Kunstreisen führten Wolfgang Dreßler nach Israel und Ägypten, nach Rom, Venedig, Wien und nach New York. Bergtouren in der Schweiz halfen ihm "Wege zu finden...".

Zu seinen Arbeiten in Aquarell, Öl, Kohle und als Holzschnitt gesellt sich jüngst auch Acryl. Die Werke machen deutlich, dass der Greizer den Betrachtern nicht nur Ansichten bietet, sondern sie auch an seinem Leben teilhaben lässt. „So ist jedes Kunstwerk wie ein Seismograph. Es hält unserer Zeit den Spiegel vor die Augen“, meinte Antje-Gesine Marsch. Sie würde sich freuen, dass angesichts der über 50 Ausstellungen im Greizer Theater der neue Ausstellungsort ebenso traditionell werde.

Deutlich wurde zur Ausstellungseröffnung aber auch, dass es sich mit den wenigen Stellwänden in einer Ecke des Foyers nur um ein Provisorium handeln kann. Die Werke können nur räumlich beengt gezeigt werden. Besonders für die größeren Arbeiten ist der mögliche Betrachtungsabstand zu gering.

Wolfgang Dreßler über sich:
• 1932 in Dresden geboren
• ab 1939 in Erfurt die Schulbank gedrückt
• 1951/52 die Welt von unten beobachtet: Erzhauer bei der Wismut in Oberschlema
• 1953/54 Grundstudium am Institut für Lehrerbildung in Altenburg
• 1966/70 Studium in Erfurt und an der Uni Leipzig
• 1970/89 Fachlehrer an der Lessingoberschule Greiz
• 1989/98 Kunsterzieher am 1. Staatlichen Gymnasium Greiz
Ein Haus gebaut, zwei Kinder erzogen. Mit Sohn und Schwiegertochter 1992 den Mont Blanc bestiegen. Ab 1998 Rentner mit besonderer Vorliebe für Hefeklöße mit Heidelbeeren.

Zu sehen ist die Ausstellung „Einblicke“ bis 16. September in der Vogtlandhalle Greiz, Carolinenstraße 15.
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2 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 30.04.2012 | 23:29  
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Petra Seidel aus Weimar | 02.05.2012 | 22:32  
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