Mittelalter(nativ)-Camp in Moßbach bei Neustadt (Orla) - Kinder und Jugendliche in einer anderen Welt

gemeinsam abgetaucht in eine andere Welt (Foto: Bea Preiser)
 
Tanz auf dem mittelalter(nativen) Mitmachmarkt
Moßbach: Reit- und Therapiezentrum | Bea Preiser schrieb für "glaube und heimat":

Am vergangenen Wochenende tauchten zehn Kinder und Jugendliche aus dem Kirchenkreis Schleiz in eine andere Welt ein. Das Reit- und Therapiezentrum Moßbach bot mit seinem Mittelalter(nativ)-Markt in der zentrumseigenen Reithalle und in der weitläufigen Außenanlage den idealen Rahmen dafür. Aus der Idee einiger Jugendlicher, ein mittelalterliches Camp zu veranstalten, wurde in Zusammenarbeit mit den Organisatoren des Mitmach-Marktes ein Wochenendevent in deutlich größerem Rahmen.

Kreisjugendreferentin Astrid Geisler war angetan vom Veranstaltungsort, der neben der schönen Lage auch eine ideale Infrastruktur bot, um nicht zu abhängig von zum Teil sehr wechselhaften Wochenendwetter zu sein. Bereits am Freitagabend schlugen die 10 jungen Campteilnehmer ihr Rundzelt - die gemeinsame Schlafstätte - direkt neben der Pferdekoppel und mit Blick auf den Moßbacher Kirchturm auf. Nach einem gemeinsamen musikalischen Abend am Lagerfeuer und einer kurzen Nacht im Zelt begann der Samstagmorgen mit den Vorbereitungen für den Markt, an dem sich die Kinder- und Jugendlichen mit einigen eigenen Mitmachangeboten beteiligten. Dafür hatten sie sich einige tolle Angebote ausgedacht. Ab 11 Uhr öffnete der mittelalter(native) Markt seine Tore für Gäste aus der Region.

Die Angebote der Jugendlichen wurden gut besucht. Wie zum Beispiel der Tisch, an dem die Gäste aus einfachen Materialien und mit ein wenig Geschick ein Mittelalterschach selbst bauen und natürlich auch ausprobieren konnten. An einem weiteren Stand brachte das so genannte Rechentuch selbst erwachsene Köpfe zum Rauchen und ein paar Schritte weiter zauberte eine Jugendliche, die gerade eine Ausbildung zur Friseurin macht, den kleinen und größeren Gästen tolle mittelalterliche Frisuren. Besonders den Mädchen mit ihren schönen Kostümen hatte es dieser Stand angetan.

Astrid Geisler und einer ihrer Schüler der Gitarrengruppe aus Triptis gestalteten auf der kleinen Bühne in der Reithalle ein kleines musikalisches Programm und es gab ein Spiel namens „Eierknacker“, das für große Erheiterung bei Groß und Klein sorgte.

Die Angebote der Kinder und Jugendlichen fügten sich prima in den Markt ein, auf dem es neben einer Knappenschule, einer Märchenerzählerin, Präsentation von mittelalterlichem Handwerk, Schwertkampf, Bogenschießen, Spielen und Ponyreiten noch einiges gab, was man ausprobieren und bestaunen konnte.

Ein Höhepunkt des Wochenendes war der Gottesdienst am Sonntagmorgen, in dem Pfarrer Joachim Preiser von der Kirche im Mittelalter sprach. In seiner Predigt stellte er die dieser Tage zuweilen geübte romantische Verklärung des Mittelalters in Frage, wandte sich aber auch gegen die simple Pauschalisierung des Mittelalters als „finstere Epoche“. Stattdessen beschrieb er diese Zeit, als eine Ära, in der kirchliche Machtpolitik das Christuszeugnis zuweilen erheblich verdunkelten aber auch als eine Epoche, in der vornehmlich aus Klostergemeinschaften heraus Reformbewegungen für die Kirche hervorgegangen sind, die die Frage nach dem „Christus“ wieder stellten.
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