Noßwitz feierte 650 Jahre

    Elsterberg: Noßwitz, Dorf |

Nun ist die 650 Jahrfeier von Noßwitz schon Geschichte - sie geht in die Geschichte Noßwitz ein.
Gemeinsam mit sehr vielen Gästen feierten die Einwohner von Noßwitz vom 10.-12. Juni die 650-jährige urkundliche Ersterwähnung ihres Dorfes. Die Organisatoren des Heimat- und Kulturvereins Noßwitz stellten ein großes Programm mit etlichen Höhepunkten auf die Beine. An allen drei Tagen war eine einzigartige Stimmung, Fröhlichkeit und Lachen Trumpf. Alle wurden angesteckt ein wunderbares Fest zu feiern. Das Schönste und Wertvollste bei diesem Jubiläumsfest waren die zahlreichen Gespräche, angeregt durch Ausstellungsstücke, Vorführungen und Begegnungen. Da wurden Erinnerungen wach gerufen, Bekanntschaften erneuert, Freundschaften gepflegt. Das 130 Seelen Dorf bereitete sich und seinen Gästen ein großes Fest, an das sich alle gern und lang erinnern werden.


Am Freitagabend begann das Jubiläumswochenende im vollbesetzten Festzelt. Die Moderation übernahm Albrecht Rink im Kostüm eines Dorfschullehrers. Amüsant und informativ erzählte er nach der Begrüßung der Gäste seine Anekdoten von Noßwitz und dem Verein. Derweil wurde den Gästen kostenlos Sekt und Canapes serviert und später der Noßwitzer Jubiläumsschnaps. Herr Bürgermeister Bauroth schilderte in seiner Festrede auch seine Erinnerungen aus der Jugendzeit auf. Leiter des ersten Dezernates Helmut Meißner, als Vertreter des vogtländischen Landrates, würdigte sehr in seiner Rede das Dorf und Fest. Ehrvolle Worte gab es auch vom Ur-Noßwitzer Friedmar Müller. Ein weiterer Noßwitzer, aber aus dem Ortsteil Rochlitz kommend, reihte sich in die Reihen der Festredner ein. Gespannt und erwartungsvoll waren die Gäste schließlich auf die Vorstellung der Noßwitzer Chronik. Der Autor Rainer Kolbeck war federführend bei der Erarbeitung des Buches. Basierend von dem Beierlein-Manuscript und der Unterstützung der Noßwitzer Einwohner brachte er die neue Dorfgeschichte auf 160 Seiten heraus.
Aber die Chronik war nicht alles. Kerstin Bräutigam präsentierte nach ihrer Rede noch einen immerwährenden historischen Kalender vom Dorf. Der Festabend beinhaltete aber nicht nur Reden, er wurde musikalisch von der Musikgruppe "Saitensprung" begleitet und schließlich mit Tanzmusik in den Samstag hineingefeiert.

Am Samstamittag wurde dann das Dorf zur Festtagsbühne mit einem Besucherrekord für Noßwitz. Händler sowie Künstler boten um den Dorfplatz herum ihre Waren an. Die Jäger informierten von den heimischen Wildtieren. Auf dem Platz sorgten die Rosenbachtaler Blasmusikanten für eine zünftige Stimmung. Breakdancer hatten Auftritte und sorgten nur für Bewunderungen. Im Festzelt spielten 28 Teilnehmer Skat. Nach 5 Stunden konnte Turnierleiter Jürgen Zschögner den Gewinner aus Oberpirk beglückwünschen. Im Dorf gab es natürlich viel historisches Sehenswertes zu bewundern: ein Leiterwagen mit allen Originalteilen, eine alte Feuerwehrspritze (zur Verfügung gestellt von der Feuerwehr Kleingera), den Lanz Bulldog, das historische Vereinszelt mit alten Ansichten und Jahrgangschroniken.
Sehr viele Besucher staunten erfreut über die sehenswerten Höfe. Im Dorfkern öffneten 4 ihre Tore und luden ein: Bei Familie Seifert wurde der Bauernhof zu einem Freiluft-Café umgestaltet. Die Familie bewirtete den ganzen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen . Auf dem Hof von Familie Ulrich Schulze wurde eine alte Tradition neu verwirklicht. Aus dem hauseigenen restaurierten Backofen konnte frisch gebackenes Brot und Flammkuchen probiert werden. Gemütlich verweilten die Gäste im Hof und konnten dabei alte Gerätschaften des vergangenen Jahrhunderts begutachten. Die hohe Kunst des Sensen-Dengelns wurde vor dem Hof von Friedmar und Karin Müller gezeigt. Der Sensenmeister Klaus Hoffmann demonstrierte den vielen Interessierten die fast ausgestorbene Handwerksarbeit.
Bei Peter und Annette Seidel stand nicht nur ihr Hof offen. Im Haus bewunderten Gäste die private Fotoausstellung, im Garten konnte der Gemüseanbau und Strauße besichtigt werden. Bierkeller und das "Hühnerhaus" konnten ebenso besucht werden. Derweil tummelte es an Menschen im Hof: Sie probierten Kartoffelkuchen, Kräppchen, Rührei vom Strauß, konnten Rosenlikör trinken, Honig vom Imker kaufen, Naturcremes erwerben.... Gemütlich saßen sie überall im Hof und lauschten zu der speziellen mittelalterlichen Musik von Lars Hamann. Zwei Handwerker zeigten ihre Ausstellungen: universelle Möbel aus Wurzeln und mehr zeigte Reiner Ott. René Berger präsentierte Arbeiten mit Punzen und Kupfer. Reich an Raritäten bestückt war auch die landwirtschaftliche Ausstellung vor dem Seidels Hof, dessen Sortiment von der Feldarbeit so allerhand bereithielt.
Im Festzelt war abends eine stimmungsvolle Tanzparty zur Gruppe Memory angesagt. Eine flotte Tanzshow war dabei zu erleben und sorgte zusätzlich zur Stimmung
Am Sonntagmorgen fand im Elsterberger Gebiet eine Premiere statt: Das 1. Elsterberger Hähnewettkrähen! Das vom Elsterberger Rassegeflügelzüchterverein inszenierte Spektakel lockte die Frühaufsteher und Schreihälse auf den Noßwitzer Dorfplatz. Bei den Zwergenhähnern gewann ein Bantam mit 72 Krähern von Frank Richter aus Cunsdorf. Bei den Großen siegte ein Rheinländerhahn von Rolf Reber aus Pöllwitz. Natürlich gab es auch etliche stumme Teilnehmer, deren Besitzer bekamen alle "Krähöl" verabreicht.
Ebenfalls zum ersten Mal fand in Noßwitz fand ein Gottesdienst statt und wurde von Pfarrer Joachim Vödisch gehalten. Der Caselwitzer Posaunenchor brachte dazu die entsprechende Musik zum Klingen und Mitsingen.

Zur Mittagszeit glich der Dorfplatz einer langen Festtafel. Viele aßen bei bestem Wetter ihre Klöße, Braten und andere leckere vogtländische Gerichte von der Noßwitzer Gaststätte. Gegrilltes wurde vom Verein ebenso serviert.
Kreative Händler, Holzwaren, Porträtmaler, Töpfer boten wieder ihre Waren um den Dorfkern an und die Schar der Besucher war am Sonntag ebenso groß. DJ Leo unterhielt nicht nur mit Musik, sondern informierte auch über das ganze Festgeschehen, verbreitete Spaß für groß und klein am ganzen Wochenende. Ein weiteres Highlight war auch die historische Traktorrevue. Es rollten mehrere alte Traktoren durch Noßwitz. Sie wurden einzeln vorgestellt und eine technische Erklärung bekamen die Zuschauer auch durch den Fachmann Dietrich Seidel.
Pyramiden und viele andere akrobatische Elemente zeigten 2 Gruppen der Elsterberger Akrobaten den begeistereten Zuschauern.
Und als es Sonntagnachmittag auch mal regnete, tat das der guten Stimmung keinen Abbruch. Im vollen Zelt brachten die Lachtaler vollste Festtagsstimmung den jubelnden Gästen.
Aber auch für die Kinder wurde einiges geboten, so dass das Festwochenende für viele zu einem gemeinsamen Familienausflug wurde: so lockte eine große Tombola und Glücksrad mit attraktiven Gewinnen, Goldschürfen war angesagt, Hasen waren bereit, um sich streicheln zu lassen. Die Kinder waren kreativ beim malen, basteln, filzen, konnten geschminkt werden, im Sand buddeln, Zusätzlich am Sonntag sorgten Ponnyreiten, Hüpfburg, Kutschfahrten für Vergnügen. Ausgiebig wurden rollbare Spielgeräte ausprobiert und beim Festtagsmünzprägen mitgemacht.
Kulinarisch verwöhnt wurden die Gäste an den Tagen mit Kuchen der Dorfrauen, Waffeln, Eis und Süßem, vielerlei Gegrilltem, Fisch und Pilzgerichten, Jubiläumsschnaps, diverse kühle und warme Getränke.
Zu gewinnen gab es auch was zum Jubiläumsfest in Noßwitz:Alle richtig beantworteten Teilnehmerzettel der Noßwitzer Rallye wurden Sonntag Spätnachmittag ausgelost. Während Kinder über Eis und Kinogutscheine sich freuten, gab es für die Erwachsenen u.a. Straußenei, Kosmetikbehandlung, Erpel zu Weihnachten, Blumen und Gaststätenbesuch, Reh, oder eine Reise in die Rhön zu gewinnen. Besonders aber freute sich ein Elsterberger Junge über seinen Gewinn bei der Schnitzeljagd: er gewann eine Jahreskarte im Elsterberger Freibad! Vielen Dank gilt den Sponsoren der Preise!!!

Auf dieses Jubiläumsfest kann der HKV mit Stolz zurückblicken. Dabei gilt großer Dank allen, die in jeglicher Form mitgeholfen und sich beteiligt waren und auch bei Ihnen, als Gast.
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