Peru - Das Erbe der Inka

Wann? 28.02.2015 10:00 Uhr

Wo? Vogtlandhalle, Carolinenstraße 15, 07973 Greiz DE
Greiz: Vogtlandhalle | Peru ist atemberaubend! Nicht nur wegen der dünnen Luft auf den Andengipfeln, sondern wegen der landschaftlichen Vielfalt und dem kulturellen Reichtum des Landes, der auf dem Erbe einer Hochkultur basiert, die im ganzen Land ihre Spuren hinterlassen hat: Dem Reich der Inka!
Der Fotojournalist Dr. Heiko Beyer hat schon auf seiner ersten Reise erkannt: Peru verstehen bedeutet, zurückzugehen in die bewegte Geschichte des Landes, aus allen Landesteilen die einzelnen Fragmente wie die Teile eines Puzzles zusammenzutragen.
Viele Monate teils abenteuerlicher Reisen sollte es dauern, diese Bruchstücke zu einem einheitlichen Bild zusammenzusetzen: Die Wege führten abseits der großen Straßen, waren oft lang und beschwerlich, aber stets faszinierend und interessant.
Immer wieder war Cuzco, der Mittelpunkt der damals bekannten Welt, der Ausgangpunkt für die Expeditionen. Das Vermächtnis der Inka - hier ist es in jedem Winkel präsent. Von hier zogen die großen Heere aus, um weite Teile der Anden zu erobern und aufzuteilen in vier Verwaltungsbezirke, die „Suyos“, die „Weltgegenden“.
Da ist Collasuyo, der Süden, wo die Inkakultur der Legende nach ihren Ursprung hat. Hier, wo das Klima trotz der großen Höhe erträglich und die Erde fruchtbar ist, lebt die Bevölkerung auch heute noch wie zu Zeiten der Inka. Heiko Beyer nahm sich Zeit für die Menschen, blieb mehrere Tage beim Volk der Uro, fuhr mit ihren berühmten Schilfbooten zum Fischen auf den See hinaus und besuchte tief in den Anden die Q´eros – die „letzten Inka“.
Arequipa, die weiße Stadt, war der Schlüssel zu Condesuyo, der Gegend tief eingeschnittener, wilder Schluchten und imposanter Vulkankegel. In der Wärme der ersten Strahlen der aufgehenden Sonne schweben riesige Kondore über den Köpfen der Campesinos, die mit ihren Lasttieren über steile Handelswege abgelegene Dörfer am Rande des gewaltigen Colca Canyons versorgen.
Das Wasser der Flüsse führt von hier durch die Schluchten der Anden bis nach Andesuyo, dem peruanischen Amazonastiefland. In einem unglaublichen Farbenspiel umkreisen bei Sonnenaufgang riesige Schwärme bunter Aras wie schillernde Farbblitze ihre Lehmlecken. Der Fotojournalist begleitete Biologen auf verschlammten Urwaldpfaden und bis in die 40 m hohen Kronen gigantischer Urwaldriesen, um die Brutpflege dieser fliegenden Edelsteine des Amazonas zu dokumentieren.
Chinchasuyo schließlich, im Norden des Reichs, beherbergt die Cordillera Blanca, den Himalaya Südamerikas. An den Rändern fruchtbarer subtropischer Hochtäler, wo Kolibris den Nektar von urzeitlichen Riesengewächsen aufsaugen, ragt das kalte ewige Eis bizarrer Bergriesen in den stahlblauen Himmel.
Am Ende vieler aufregender Reisen hatten sich die Einzelteile zu einem harmonischen Ganzen zusammengefügt: Zu Peru, dem Erbe der Inka.
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1 Kommentar
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Hannelore Grünler aus Artern | 02.12.2014 | 17:52  
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