Schloss Burgk lockt mit neuer Ausstellung

Vor wenigen Tagen wurde im Museum Schloss Burgk die neue Ausstellung „Stammhalter: Aktuelle Blickwechsel im Hochdruck“ eröffnet. Sie ist in den Räumen der Neuen Galerie, des Pirckheimer-Kabinetts, des Grafik-Kabinetts sowie in weiteren ausgewählten Museumsräumen zu sehen. Seit mehr als 30 Jahren werden auf Schloss Burgk Galerien mit druckgrafischen Arbeiten gezeigt. Als zu Beginn der 1980er Jahre die ersten Sonderausstellungen gezeigt wurden, lockten diese Arbeiten bekannter Künstler zahlreiche Grafik-Freunde nach Burgk. Viele von ihnen sind mit dem Haus bis heute verbunden.
Mit Werken von 12 Künstlern zeigt die aktuelle Ausstellung den Facettenreichtum der Hochdrucktechnik. Die Themen reichen von Illustrationen über Landschaften bis zur Architektur und abstrakten Formen. Gezeigt werden Arbeiten von Harald Alff, Franca Bartholomäi, Hans-Olaf Bote, Brian Curling, Christine Ebersbach, Susann Hoch, Stephanie Marx, Akos Novaky, Gabriele Sperlich, Jan Vičar, Frank Wahle und Georges Wenger.

„Die grafische Kunst des Hochdrucks wird heute zumeist mit der Renaissance in Verbindung gebracht. In einem Zeitraum, in dem es Dürer und Cranach gelang, den Holzschnitt weg von der Buchillustration als selbstständiges Kunstwerk neu zu definieren. Lediglich Insidern waren in den 1920er Jahren die Arbeiten von Kirchner, Schmidt-Rottluff, Heckel, eventuell noch mit Holzschnitten von Feininger, Masereel, HAP Grieshaber bekannt. Über Jahrzehnte spielte der Hochdruck, wie andere grafische Techniken, nur noch eine marginale Rolle auf dem Kunstmarkt”, informierte Sabine Schemmrich anlässlich ihrer Ansprache zur Eröffnung der aktuellen Ausstellung. Es gab nur wenige junge Künstler, die sich dieser Technik verschrieben. Ein Grund war, dass es nur einige wenige Hochschulen gab, die sich der Ausbildung in druckgrafischen Techniken annahmen. In dessen Folge gab es kaum neue Positionen. Nur noch wenige Galeristen wollten oder konnten die Grafiker vertreten, es gab kaum noch Ausstellungen oder Sammler.

Seit einigen Jahren ist jedoch ein Wandel spürbar. Immer mehr junge Künstler drängen auf den Grafik-Markt. Hochschulen wie die für Grafik und Buchkunst in Leipzig oder die Hochschule für Kunst und Design in Halle bieten eine hervorragende Ausbildung. Gestandene Künstler werden mutiger, experimentieren, ohne ihre Wurzeln zu verleugnen. Ob Holzschnitt, Radierung oder Linolschnitt, all diese Techniken erleben gegenwärtig eine Renaissance, von der nicht nur Sammler profitieren. Vor allem spezialisierte Werkstätten können sich vor Anfragen kaum retten.

Die Ausstellung wird bis zum 5. Mai zu sehen sein und ist derzeit von Dienstag bis Donnerstag von 10.00 bis 16.00 Uhr und am Wochenende von 12.00 bis 17.00 Uhr zu sehen. Ab dem Osterwochenende (31. März) werden die Tore von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet sein.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige