Szenenapplaus für "Jekyll & Hyde"

Hyde mit einem seiner Opfer.
Greiz: Vogtlandhalle Greiz |

Die achte Inszenierung der Theatergruppe der Justizvollzuganstalt (JVA) Hohenleuben darf als durchaus gelungen gelten. Die Aufführung von "Dr. Jekyll & Mr. Hyde 2016" in der Vogtlandhalle Greiz wurde immer wieder von Szenenapplaus begleitet.

Sieben Inhaftierte der JVA, verstärkt durch eine Darstellerin des Greizer Spontantheaters, führten das Stück vor einem begeisterten Publikum auf. Regisseurin Anke Hartmann, die als Freizeitbeamtin in der JVA arbeitet und die Theatergruppe leitet, und Mitautorin Tina Weidhaas hatten den Klassiker von Robert Louis Stevenson über eine gepaltene Persönlichkeit auf zwei Ebenen angelegt: Einmal nah am Original im London des 19. Jahrhunderts und als Parallele in eine Haftanstalt der Gegenwart. Hier steigert sich der drogensüchtige Gefangene Jacobi immer weiter in die Stevensonsche Geschichte hinein, bis sich beide Handlungen vermischen. Doch während im viktorianischen London nicht nur Jekyll/Hyde stirbt ("Am Ende sind alle tot"), lässt Jacobi mit der Erkenntnis im Schlussakt "Wer ist Jekyll? Wer ist Hyde? Wer bin ich? Ich bin ich!" seine weitere Entwicklung offen.

Nach der Aufführung präsentierten Inhaftierte der JVA Hohenleuben ihre Rap-CD "Straftat-Aufarbeitung", die im Rahmen des Poetry-Slam-Projektes in Co-Produktion mit der Greizer Bibliothek und in Zusammenarbeit mit den Musikern David Hummel und Christian Kießling entstanden ist.

Mehr zur Entstehungsgeschichte hier und in der Bildergalerie einige Impressionen von einem eindrucksvollem Event:
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5 Kommentare
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Bruni Rentzing aus Sondershausen | 22.06.2017 | 13:36  
Gerd Zeuner aus Zeulenroda-Triebes | 22.06.2017 | 15:50  
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Bruni Rentzing aus Sondershausen | 22.06.2017 | 15:54  
Gerd Zeuner aus Zeulenroda-Triebes | 22.06.2017 | 16:06  
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Bruni Rentzing aus Sondershausen | 27.06.2017 | 01:14  
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