Verleihung Denkmalschutzpreis des Landkreises Greiz

v.l. Die Preisträger vordere Reihe mit Eckehard Riedel, Veronika Riedel, Maria Hoffmann, Brigitte Heiser, Petra Hinreiner, Gerd Kuchenreutr, Klaus Schmidt, 1. Beigeordneter Heinz Klügel. In der hinteren Reihe von links Andrea Jakob, Carola Lindig, Gerhard Scripa, Hubert Zimmermann, Hannelore und Ernst lange sowie Helmut-Eberhard paulus im Gartensaal des Sommerpalais.
 
Carola Lindig Sachgebietsleiterin der Unteren Denkmalbehörde übergibt den Preis an Prof. Dr. Helmut-Eberhard Paulus Direktor der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten zum Denkmalschutzpreis 2012 für die sanierung des Sommerpalais im Greizer Park
Greiz-Sommerpalais
Zum 12. Male zeichnet der Landkreis Greiz in diesem Jahr Denkmaleigentümer aus, die mit ihrem außerordentlichen Engagement für die Erhaltung unseres baulichen Erbes Beispielhaftes geleistet haben.
Vier Denkmaleigentümer sind von der Jury ausgewählt worden, die für ihren vorbildlichen Einsatz an diesem Tag gewürdigt werden sollen.
Zur Eröffnung lobte der 1. Beigeordnete der Landrätin, Heinz Klügel die beispielhaften Leistungen in der Baudenkmalpflege der vier Preisträger in diesem Jahr - zwei aus Ronneburg, jeweils einer aus der Landgemeinde Stadt Auma-Weidatal und aus Greiz.
Sachgebietsleiterin Carola Lindig von der Unteren Denkmalbehörde hielt die Laudatio und unterstrich mit Wort und Bild die vollbrachten Leistungen.
Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten erhielt den Preis für die Gesamtsanierung und Restaurierung des Sommerpalais Greiz
Die Jury beeindruckte insbesondere, dass es der Stiftung und dem Architekturbüro Seiffert in Zusammenarbeit mit dem Restaurierungsbüro Keilwerth gelungen ist, in sieben Jahren kompliziertester Bauzeit, elf Fachplanungsbüros und über 60 Bau- und Restaurierungsfirmen in den verschiedensten Gewerken so zu koordinieren, dass ein komplettes Schloss in hervorragender Gesamtqualität und unter maximaler Erhaltung der Originalsubstanz saniert werden konnte – und das bei laufendem Ausstellungsbetrieb.
Manche technischen Raffinessen kamen zur Ausführung. Quasi jede Einzelsituation erforderte eine spezielle Strategie, sagte Carola Lindig.
DieEvangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Muntscha erhielt den Preis für die Sicherung und Sanierung des Kirchturms der Filialkirche Muntscha
Die kleine Kirchgemeinde mit zirka 20 aktiven Mitgliedern hat es mit Mut, Ideenreichtum und der Gemeinschaftsarbeit vieler Mitwirkender geschafft, den Turm ihrer 1809 nach einem Brand neu errichteten Kirche zu retten, zu sanieren und in mühevoller Kleinarbeit auch das zirka 200 Jahre alte Uhrwerk der Turmuhr wieder flott zu kriegen. Rund 700 Stunden leisteten die Turmretter an Eigenleistungen.
Für die Muntschaer ist die Schwammsanierung im Turm jedoch nur ein Etappensieg, denn im Dachstuhl des Kirchenschiffes wurden weitere Schadstellen entdeckt. So soll die Verleihung des Denkmalpreises 2012 auch Mut geben für die noch folgenden Sanierungsetappen.
Hannelore und Ernst Lange erhielten den Preis für die Gesamtsanierung des Wohn- und Geschäftshauses in Ronneburg, Markt 38.
Das Gebäude Markt 38 ist ein repräsentatives Handelshaus, das in den Jahren 1736/37 errichtet wurde. Die jetzigen Besitzer kauften das Gebäude 1993.
Über viele Jahre zog sich die schrittweise Sanierung der Bausubstanz, Haustechnik und aus der Bauzeit überlieferten Ausstattung hin. Dies alles geschah behutsam und mit großem Respekt vor der langen Geschichte des Hauses, das heute neben dem Friseursalon der Eigentümerin und einer Steuerkanzlei auch noch ein Sammelsurium alter Gebrauchsgegenstände – vom ersten Fernsehapparat in Ronneburg bis zur historischen Ladeneinrichtung.
Der Bergbauverein Ronneburg bekam für die Bewahrung des technischen Denkmals Materialschacht 407 in Ronneburg den Denkmalschutzpreis 2012.
Der frühere Materialschacht 407 des Bergbaubetriebes Schmirchau gehört zu dem wenig Erhalten des über 50 Jahre währenden Uranabbaus in der Ronneburger Region. Maschinenhaus, Schachtgebäude mit Förderturm und der Maschinenpark können seit einigen Jahren dank des rührigen Bergbauvereins Ronneburg e.V. besichtigt werden. Der aus knapp 40 Mitgliedern bestehende Verein leistet Erstaunliches für das Bewahren dieser identischen Zeitzeugnisse. Wissend, welcher Geschichtsverlust droht, wenn der Schacht 407 verschwindet, suchen die Vereinsmitglieder, hartnäckig und unermüdlich Verbündete, Sponsoren, um den Erhalt des Bauwerks weiter sichern zu können.
Den musikalischen Rahmen übernahm Franziska Reiher und Mario Frantz (Violine), die mit Musikstücken von W.A.Mozart die Anwesenden begeisterten. Nach der Verleihung gab es die Möglichkeit zur besichtigung mit Führung durch die Räume des Sommerpalais.
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2 Kommentare
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Karin Jordanland aus Artern | 07.09.2012 | 10:59  
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Hannelore Grünler aus Artern | 08.09.2012 | 04:38  
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