Wellenbrecher rocken die Brücke

Wellenbrecher auf dem Sprung zum großen Festival an der Göltzschtalbrücke, v.l.: Marcus Daßler, Mathias Fiedler, Daniel Kertscher, Martin Schramm, Marcus Pömpner und Frank Graf.
 
Wellenbrecher im Proberaum.
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Greizer Band gehört 2013 zu den fünf Hauptacts bei „Rock für ein buntes Vogtland“ an der Göltzschtalbrücke


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GREIZ/NETZSCHKAU. Eine Darkrock-Formation bei „Rock für ein buntes Vogtland“? Geht denn das? Dieses Jahr auf jeden Fall, denn am 19. Mai werden beim Festival für Leben, Vielfalt und Courage auch düstere Klänge über das Gelände an der Göltzschtalbrücke schallen. Denn mit der Greizer Band „Wellenbrecher“ gehört eine Gruppe zum Lineup der fünf Bands am Abend, deren Musik sich zwischen düster-melancholisch und brachial-rockig bewegt.

„Wir haben uns vor zwei Jahren bei einem Vorausscheid im Neuberinhaus Reichenbach für das Festival qualifiziert“, so Frank Graf. Der 40-jährige Gitarrist hat „Wellenbrecher“ mit Marcus Pömpner (38/voc, g) und Mathias Fiedler (37/dr) bereits 2006 gegründet. Seitdem gab es den einen oder anderen Besetzungswechsel. Heute gehören neben den Gründungsmitgliedern noch Martin Schramm (25/b), Marcus Daßler (33/synth) und Daniel Kertscher (28/lg) zur Band. So unterschiedlich das Alter der Musiker ist, so verschieden sind auch ihre Musikinteressen. In der Formation „Wellenbrecher“ bringen sie die unterschiedlichen musikalischen Einflüsse unter einen Hut. Heraus kommt eine Melange, deren Intensität vom Düster-Rock a la Rammstein bis hin zu punkig-rockigen Klängen wie von den Ramones reicht. Gespielt werden ausschließlich eigene Titel, die Kompositionen entstehen gemeinsam im Bandkollektiv. Gesungen wird Deutsch.

In den Texten, für die Frank Graf verantwortlich zeichnet, geht es um Alltagsgeschichten, „Geschichte die das Leben schreibt“, so der Gitarrist. Wobei auch hier das Spektrum so breit gefächert ist wie die Musik. Auf den bisher erschienenen CDs „Jungfernfahrt“ (2009) und „Wie die Zeit vergeht“ (2011) finden sich Textzeilen wie „… und deine schwarze Sonne weint, mach dich für den Tod bereit …“ („Sieben Todsünden“) zu bombastischen Breitwand-Klängen genauso wie manch balladeskes Liebeslied wie „Denn dieses Lied schrieb ich für dich, es soll dir sagen, ich liebe dich“ („Kein Zurück“), bei dem auch schon mal ein perlendes Piano erklingt.

„Wellenbrecher“ ist eine reine Amateurband, die Musiker gehen alle ganz normalen Berufen nach: Galvaniseur, Mechatroniker, Mediaberater, Rettungsassistent, Sozialpädagoge und Tätowierer. Fünf bis zehn Auftritte liefern sie pro Jahr ab, auf „Rock für ein buntes Vogtland“ am Pfingstsonntag freuen sie sich ganz besonders. „Wir sind keine politische Band“, stellt Frank Graf aber klar, „doch wir stehen voll und ganz zu der Idee des Festivals, das für Toleranz und kulturelle Vielfalt steht.“

Tipp: Informationen zu und CDs von „Wellenbrecher“ gibt’s bei Frank Graf im Tattoo-Studio „Dragonheart“ in der Greizer Poststraße 12.

"Rock für ein Buntes Vogtland" am 19. Mai 2013 an der Göltzschtalbrücke


Ab 14 Uhr gibt es auf dem Festivalgelände ein Kinder- und Familienfest mit zahlreichen Aktionen und Attraktionen. Auf der Hauptbühne präsentieren sich ab 14 Uhr Schülerbands:

1. Band: Levitate (Musikschule Vogtland)
2. Band: Connection Error (Musikschule Vogtland)
3. Band: Mad Demon (Plauen)
4. Band: RigOne & Tagster (Rap aus Elsterberg | Kaufbeuren)

Am Abend geht ab 18 Uhr ein Konzert mit fünf tollen Bands, die jeweils eine eine Stunde spielen, über die Hauptbühne:

1. Band: Eule Müller (Erfurt)
2. Band: Wellenbrecher (Greiz)
3. Band: Too Little Cage (Chemnitz)
4. Band: High Voltage (Bad Köstritz)
gegen 23.30 Uhr: Höhenfeuerwerk
24.00 Uhr: The Prosecution (Abensberg)
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Hannelore Grünler aus Artern | 29.04.2013 | 20:50  
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