Wie alle Jahre lockt das „Pottcher Marktfest" - Pottiga feiert am 17./18. September

Wann? 17.09.2011 bis 18.09.2011

Wo? Markt, Pottiga DE
Der "Pottcher Markt" vor 35 Jahren und heute. (Foto: www.pottiga.de)
    Pottiga: Markt | Am Wochenende vom 17. zum 18. September lockt wie alle Jahre das traditionelle155. „Pottcher Marktfest“ erneut zahlreiche Gäste und Besucher nach Pottiga im Saale-Orla-Kreis. Auftakt ist am Samstag ab 14 Uhr mit einem großem und lustigem Kinderfest. Eine Vielzahl von Attraktionen wie: Malen, Pferdereiten, Hüpfburg und Trampolin lassen Kinderherzen höher schlagen. Im ehemaligen Gasthaus ist eine Modelleisenbahn aufgebaut. Auf der neu errichteten Freifläche am ehemaligen Kindergarten erfreut ein Kinderkarussell unsere kleinen Besucher. Die Ortsfeuerwehr wird für die „Feuerwehr-Männer und Frauen von morgen“ ebenfalls eine Überraschung zum Kinderfest bereithalten. Ab 16 Uhr ist dann ein gemütliches Beisammensein mit Thüringer Spezialitäten vom Holzkohlegrill und frisch ausgeschenktem Bier auf dem Marktplatz angekündigt. Wenn das Wetter es erlaubt, ist für den frühen Abend ein Lampion- und Fackelumzug mit abbrennen eines Feuers am Aussichtspunkt „Wachhügel“ geplant.

Im Anschluss ab 20 Uhr findet ein gemütlicher Abend unter dem Motto „2. Pottcher Marktplatz-Open-Air” statt. Für das leibliche Wohl 17. September ist bereits ab 14 Uhr bestens mit selbstgebackenem Kuchen und frisch gebrühtem Kaffee gesorgt. Am späteren Nachmittag laden hausgemachte Erbsensuppe und Grillspezialitäten sowie selbst gemischte Getränke aus der Cocktailbar zum Schlemmen ein. Natürlich werden auch verschiedene nichtalkoholische Getränke angeboten.

Der Markt wird am Sonntag, 18. September, um 9.30 Uhr mit einem musikalisch geführten Einzug des Gemeinderates und Böllerschüssen eröffnet. Auf dem Marktplatz wird ab 10 Uhr ein zünftiger Marktfrühschoppen mit dem „Jugendblasorchester Bad Lobenstein“ abgehalten. Die „Gefeller Schalmeienkapelle“ erfreut ab 13.15 Uhr die Besucher. Ab 15.30 Uhr werden die „Weißensteiner Musikanten“ für ein furioses Finale mit Blasmusik vom allerfeinsten sorgen.

Eine besondere Attraktion bietet in diesem Jahr das Kranlifting. Hier können alle Einwohner und Gäste in einem Personenkorb am Ausleger eines Kranes das Marktgeschehen aus der Vogelsperspektive betrachten.
Der ehemalige Schulhof am Gemeindeamt ist ein weiterer Hauptschauplatz. Hier bieten Zelte Schatten und Ausruhgelegenheit zum Genuss eines frischen Biers oder Original Thüringer Bratwürsten und Rostbrätel der Fleischerei „Thomas Michel“.

Natürlich warten Softeis wie auch Trampolin, Hüpfburg sowie weitere Kinderbelustigungen auf ihre kleinen Gäste. Ab 13:30 Uhr wird hier die „BaLoThek Lobenstein“ die Besucher musikalisch unterhalten. Die Frauen des Feuerwehrvereins bieten zusammen mit ihren Männern und weiteren Helfern leckeren „hausgemachten“ Kuchen sowie zur Stärkung einen starken Bohnenkaffee an. Es ist schon erstaunlich wie groß die Vielfalt an selbst gebackenen „Pottcher Koung“ ist. Nahezu jeder Haushalt ist hier in irgend einer Weise vertreten. Nebenan werden die „echten Pottcher Röhrnkoung“ traditionell auf vier holzbefeuerten Kochherden gebacken. In den letzten Jahren bildete sich bereits am frühen Morgen eine Schlange von Interessenten, die bis zum späten Nachmittag nicht abriss, um einige dieser Köstlichkeiten im wahrsten Sinne des Wortes zu erstehen.

Am Platz vor dem ehemaligen Konsum betreibt der Jugendverein bei schönem Wetter eine Kegelbahn. Hier können beim Preiskegeln wieder zahlreiche Preise gewonnen und natürlich auch ein frisch gezapftes Thüringer Bier aus Pößneck genossen werden. Der erste Preis ist ein Hammel der Agrar-Milch-Mast GmbH Frössen. Weitere hochwertige Preise werden von der Firma „Kfz-Seidel“ aus Birkenhügel bereitgestellt. Am und rund um den Markt werden die unterschiedlichsten Speisen und Getränke für jede Geschmacksrichtung angeboten. Mittlerweile ist die schmackhafte Erbsensuppe aus der Gulaschkanone des Heimatvereins „in aller Munde“. Wo haben die jungen
Burschen das Kochen nur so gut gelernt? Na dort, wo auch die jungen „Röhrkoungweibsen“ ihre Backkunst her haben: „von den Alten“ natürlich! Wer es aber beim Essen ein bisschen moderner will, der geht in die ganztägig geöffnete Gaststätte „Rüdiger“, wo ein reichhaltiger Mittagstisch angeboten wird, oder er wählt Grillhähnchen, Chinapfanne, Mutzbraten sowie Döner. Für die Unkomplizierten lockt nach wie vor die Thüringer Rostbratwurst mit den guten „Pottcher Stehmanns-Semmeln“. Wie in jedem Jahr liefert die Bäckerei Stehmann für das Marktfest die Semmeln frisch aus dem mit Holzbricketts beheizten Backofen. Die in diesem herkömmlichen Backofen produzierten Backwaren sind besonders schmackhaft.

Selbstverständlich will ein mancher Besucher einige Leckerbissen vom Markt mitnach Hause nehmen. Hausschlachtene Wurst, Fattigauer Mühlenbrot, geräucherte Fischspezialitäten und noch manches andere kann man erwerben. Das Warenangebot im Allgemeinen ist in den letzten Jahren noch vielfältiger und qualitativ hochwertiger geworden. Unter anderem werden neben Schmuck, Uhren, Gardinen, Wachstuchdecken, Spielzeug, Unterwäsche, Strümpfen, Blusen, Pullover, Jacken und Lederwaren, Schnitzereien, Korbwaren, Liköre und Schnäpse aus dem Erzgebirge sowie Honigprodukte aus unserem Kreisgebiet angeboten. Bunte Blumengestecke und Zwiebelzöpfe sorgen für herbstliche Erntestimmung. Auch in diesem Jahr werden wieder über 100 Händler erwartet und deshalb ist die Konkurrenz sehr groß. Sie kommen immer wieder gerne nach Pottiga und nehmen dafür große Anfahrtswege in Kauf. Daher kann man annehmen, dass manches „Schnäppchen“ zu erwarten ist. Die Verkaufsstände erstrecken sich auf einer Gesamtlänge von über einem Kilometer durch den Ort. Damit wird Pottiga am Sonntag zum „Freiluftwarenhaus“. „Wer die Wahl hat, hat die Qual“ – das ist echte Jahrmarktsatmosphäre. Drei Mal anschauen, drei Mal vorbeilaufen und beim vierten Mal kaufen, dann kann man zufrieden nach Hause gehen. Nach dieser Devise verfahren die mittlerweile rund 4000 Besucher des „Pottcher Marktfestes“.

Historie:
Bereits im 14. Jahrhundert, als der Jahrmarkt noch im Ortsteil Arlas stattfand, war „Wallfahrt“ zur ehemaligen Ablasskirche angesagt. Hier fand in vorreformistischer Zeit der Ablassmarkt statt. Ganze Großfamilien, Freundes- und Verwandtschaftsgruppen pilgerten zum Markt nach „Marles“, um dort an diesem Tag in die Kirche zu gehen, Ablass zu erhalten und gleichzeitig einige Gegenstände vom Markt mitzubringen, die man im Haus, Garten, Stall und Scheune gut gebrauchen konnte. Nach 1856 verlief die Jahrmarktpilgerei in die andere Richtung, denn in jenem Jahr wurde der Markt von Arlas nach Pottiga verlegt. Arlas hatte an Bedeutung verloren, die Kirche verfiel und wurde schließlich abgerissen.
Durch die Nachkriegsentwicklung wird erst seit 1986 wieder regelmäßig Jahrmarktgeschichte geschrieben. Um so erfreulicher ist es, das die am Ende des zweiten Weltkrieges gesprengte Saalebrücke Blumenaumühle nach ihrer Einweihung im November 2009 die alten Wegeverbindungen zu den angrenzenden Ortschaften der Gemeinde Berg für Wanderer und Radfahrer wiederhergestellt hat. Die Bewohner der Nachbargemeinden auf bayerischer Seite können eine entspannende Familienwanderung mit einem angenehmen Marktaufenthalt verbinden.
Alle Einwohner und Gäste können einen Blick ins Saaletal vom neu zu errichtenden Aussichtspunkt „Am Wachhügel“ genießen und mit nach Hause nehmen. Das das Marktfest zur Angelegenheit des gesamten Ortes geworden ist sieht man an den rund 150 freiwilligen Helfern die in der Vorbereitung und Durchführung tätig sind. Dank dieser vielen Helfer wird auch das Marktfest 2011 hoffentlich zu einer bleibenden Erinnerung für seine Besucher. Und wie alle Jahre erhoffen alle „Pottcher“ schönes Wetter zu diesem Festtag. Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Marktfest vom Gebrauchswarenmarkt zu einem niveauvollen, kurzweiligen und kulturellen Festmarkt unter dem Motto: Unterhaltung – Gemütliches Beisammensein – Treffen von Bekannten und Freunden – und natürlich günstig Einkaufen.
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