25 Tonnen Hilfsgüter

Friedemann Schatz
 
Ulrich Jetschke (l.) und Friedemann Schatz verpacken im Lager des “Hilfstransporte Greiz-Brest e.V.” Hilfsgüter für die Menschen in Weißrussland.

Spendenbereitschaft der Greizer für die Region Brest ungebrochen / Nächster Hilfstransport startet am 3. Januar

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Wenn am 3. Januar der nächste Hilfstransport von Greiz auf die über 1000 Kilometer lange Reise in das weißrussische Brest geht, ist auch Friedemann Schatz wieder mit an Bord. Zum fünften Mal gehört der 59-Jährige zum Team, das dringend benötigte Hilfsgüter, Gerätschaften und Ausstattungen zu den Menschen bringt, die immer noch von der Tschernobyl-Katastrophe betroffen sind. Auch Jahre nach der Reaktorkatastrophe erkranken beispielsweise kleine Kinder in dieser Region um ein Vielfaches häufiger an Krebs als an anderen Orten der Welt.

Wann der Krankenpfleger das erste Mal mit nach Brest fuhr, weiß er auf Anhieb gar nicht genau zu sagen. „Das muss vor sieben oder acht Jahren gewesen sein“, schätzt der Greizer ein. Doch warum er seitdem schon mehrfach wieder an den Hilfstransporten nach Weißrussland teilgenommen hat, weiß Friedemann Schatz genau: „Wenn man dort das Leiden vor allem der Kinder einmal gesehen hat, vergisst man das nie. Und wenn man dann sieht, wie sie sich über noch so kleine Hilfen und Geschenke freuen und dann in die strahlenden Kinderaugen blickt, ist man derart ergriffen, dass es einem die Tränen in die Augen treibt.“

Die Kinder sind an den verschiedensten Krebsarten erkrankt, Gehirntumor, Hodenkrebs und Leukämie. Ihnen und ihren Eltern wollen die Greizer im Kampf gegen diese schreckliche Krankheit hilfsbereit zur Seite stehen. Von vielen Kindern musste schon Abschied genommen werden. Dann bleiben nur noch ein Besuch am Grab auf dem Kinderfriedhof und ein stilles Gebet.

Aber glücklicherweise gibt es auch Kinder, die von dieser unsagbar schmerzlichen Krankheit befreit wurden. Sie werden erwachsen, heiraten und gründen eine Familie. Gibt es eine schönere Aufgabe, als diesen leidgeprüften Menschen beim Einrichten eines eigenen, kleinen Nestes zu helfen?

Umso mehr freut sich Friedemann Schatz, dass die Spendenbereitschaft in Greiz und Umgebung ungebrochen ist. Dem kann Ulrich Jetschke nur zustimmen. Der Vorsitzende des Vereins Hilfstransport Greiz-Brest e.V. ist im Team, seit die Greizer Lehrerin Walentina Gruschwitz vor 20 Jahren die ersten Hilfstransporte organisierte. „Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Bürger und danken allen Spendern! Unser Lager ist mit Sachspenden wie Möbel, Computer, Fernseher, Spielsachen, Verbandsmaterial sowie anderen medizinischen und technischen Hilfsmitteln bis unters Dach gefüllt!“. Die Lager- und Transportkapazitäten des Vereins sind erschöpft, so Jetschke, weshalb Sachspenden erst nach dem nächsten Hilfstransport wieder angenommen werden können.

Am 3. Januar gehen die beiden Lkw-Lastzüge des Vereins und ein Begleitfahrzeug mit insgesamt 25 Tonnen Hilfsgütern auf große Fahrt nach Brest. Für diesen Hilfstransport kann der Verein als Sachspenden nur noch persönliche Familienpakete entgegen nehmen, die am 8. und 15. Dezember von 9 bis 12 Uhr in der Greizer Oßwaldstraße 31 im Lager abgegeben werden können. Zur finanziellen Absicherung des Transports – benötigt werden Zollpapiere, Visaaträge, Versicherungen, Kraftstoff und vieles mehr – bittet der Verein noch um Geldspenden. Wer dazu beitragen möchte, dass die hochwertigen Güter sicher bei ihren Empfängern ankommen, kann dem auf das Konto 7735780, Bankleitzahl 830 400 00 (Commerzbank Greiz) unter dem Verwendungszweck „Hilfstransport Brest“ einzahlen. „Wir freuen uns über jeden Betrag“, versichert Ulrich Jetschke. Und wer auf der Überweisung seine vollständige Adresse angibt oder sich mit dem Verein in Verbindung setzt, erhält selbstverständlich auch eine entsprechende Spendenbescheinigung.

KONTAKT: www.hilfstransport-greiz-brest.de,
Telefon 01 79- 9 17 43 20.
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