45 Brote und 120 Reformationsbrötchen für die Welt - Konfirmanden als Bäcker

  Zeulenroda-Triebes: Arnsgrün | Lautes Stimmengewirr, Spannung und Aufregung, Lachen und Spaß und jede Menge klebriger Finger gab es am späten Mittwochnachmittag in der Landbäckerei Arnsgrün. Bäckermeister Achim Becher öffnete für die 14 Konfirmanden des Pfarrbereiches Pöllwitz-Schönbach seine Backstube. „Normalerweise wird um diese Zeit bei uns kein Brot mehr gebacken“, macht Becher auf den besonderen Anlass aufmerksam. Die Konfirmanden aus Arnsgrün (1), Bernsgrün (5), Cossengrün (1), Cunsdorf (1), Fröbersgrün (1), Görschnitz (1), Hohndorf (1), Pöllwitz (1) und Schönbach (2) beteiligen sich an der von Erntedank bis
1.Advent stattfindenden bundesweiten Aktion der evangelischen Kirchen „5000 Brote – Konfirmanden backen Brot für die Welt“, die an die Speisung der Fünftausend durch Jesus Christus erinnern soll. Der Verkauf der Backwaren erfolgt dann zum Jugendgottesdienst am Donnerstag, 30. Oktober, 19 Uhr, in der Schönbacher Kirche. Der Erlös kommt verschiedenen Jugendhilfeprojekten in Kolumbien, Bangladesch und Ghana zugute.
„Es ist das erste Mal, dass wir daran teilnehmen“, berichtet Pfarrer Gunnar Peukert. „Und für uns war es klar, dass wir das machen“, ergänzt der Bäckermeister. Unter seiner Anleitung ging es nun an die Arbeit. Der von ihm vorbereitete Rosinenbrötchenteig wurde zu Kugeln gerollt, auf dem Backblech mit der Schere eingeschnitten, auseinandergedrückt und in der Mitte mit Marmelade verziert. 120 Reformationsbrötchen entstanden und verschwanden bis Donnerstag im Schockfroster. „Wir werden sie erst morgen backen, damit sie frisch nach dem Gottesdienst verkauft werden können“, so Becher. Nun war das Brot backen an der Reihe. Nachdem der Sauerteig bereits einen Tag vorher zubereitet war, nun noch Salz, Weizen- und Roggenmehl dazu kamen, wurde der Brotteig mit der Maschine geknetet. Die Konfirmanden wogen danach diesen Teig zu jeweils 750 Gramm ab, kneteten und formten die Brote. Nach dem Aufenthalt im Klimaraum bei 95% Luftfeuchte wurden die Brote mit Wasser bestrichen und mit Mohn und Sesamkörnern kreativ dekoriert. Dann ging es für die 45 Brote für 50 Minuten in den Backofen.
Die Stippvisite im über 110 Jahre alten Familienbetrieb in vierter Generation hat den Konfis sichtlich Spaß gemacht. Die Jugendlichen haben nicht nur für den guten Zweck gebacken, sondern auch den Bäcker und seine Arbeit vor Ort kennen lernen können. Sie gewannen einen Einblick in diesen interessanten Handwerksberuf und erfuhren, wieviel Arbeit das Grundnahrungsmittel Brot macht. Immerhin gehen bei Bechers täglich bis zu 250 Brote und 1000 Brötchen über die Ladentische in Arnsgrün und den Verkaufswagen. Der Bäckermeister informierte die Konfirmanden auch über die vorhandene moderne Technik und die Lehrlingsausbildung. Die meisten von ihnen hat allerdings das zeitige Aufstehen (2.30 Uhr) erschreckt und war für sie schwer vorstellbar. „Schön, wenn die Jugendlichen sehen, wie eine Bäckerei aussieht und funktioniert und nicht nur die Theorie, sondern auch die Praxis kennenlernen“, unterstreicht Pfarrer Gunnar Peukert, der begeistert mitgebacken hat.
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4 Kommentare
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Renate Jung aus Erfurt | 31.10.2014 | 23:08  
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Hannelore Grünler aus Artern | 03.11.2014 | 20:23  
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Gabriele Wetzel aus Zeulenroda-Triebes | 05.11.2014 | 21:47  
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Renate Jung aus Erfurt | 06.11.2014 | 00:04  
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