Älteste Frucht der Welt wächst in Bernsgrün

Zeulenroda-Triebes: Bernsgrün | Manfred Morgners Blaue Bergfeige

Wenn einer den sprichwörtlich grünen Daumen hat, dann ist es Manfred Morgner aus Bernsgrün. In seinem Garten wachsen Bäume, Sträucher und Pflanzen, die es in unseren Breiten eigentlich nicht gibt. Dazu gehört auch die Blaue Bergfeige, die im Mittelmeerraum angebaut wird. Morgners Kübelpflanze ist jetzt acht Jahre alt und trägt zum zweiten Mal Früchte. Sie steht im Sommer an der geschützten Sonnenwand des Hauses, im Winter im beheizten Gewächshaus. Nach Morgner ist die Pflanze relativ unempfindlich. Werden die Feigen frisch verzehrt, werden sie aus der Schale gelöffelt. Sie schmecken gut zu Schinken und Käse. „Aber frische Feigen sind sensibel und vertragen kein langes Lagern und müssen umgehend gegessen werden“, so Morgner. Werden die Feigen in der Sonne getrocknet, werden sie flach und süß und enthalten mehr Kalorien als frische. Feigen, die wohl älteste Frucht der Welt, die schon in der Bibel erwähnt wurden, sind durch das in ihnen enthaltene Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und Provitamin A sehr gesund.
Zu den weiteren Exoten in Manfred Morgners Garten zählen Tulpenbaum, Freilandyuccas, Bananenstauden, Erdbeertrauben, winterharte Kakteen und Wachsblume, Nashi-, Trompeten- und Maulbeerbaum, Orangen- und Zitronenbäumchen, Kaffir Limette, gekräuselte Koreatanne und Schmucktanne.
„Was jeder hat, brauch ich nicht. Ich probiere alles und ziehe viel selbst. Ich bin stundenlang im Gewächshaus“, berichtet der Bernsgrüner Hobbygärtner und ist sich sicher, dass einige seiner außergewöhnlichen Pflanzen einmalig im Umkreis sind. Ist Manfred Morgner unterwegs, bringt er sich von überall Pflanzen mit. Auch Nachbarn versorgen ihn schon mal mit außergewöhnlichen „Grünen“, wenn sie auf Fernreisen unterwegs sind.

Foto: Manfred Morgner präsentiert stolz seine reife Blaue Bergfeige, die vorzüglich schmeckt.
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