Bernsgrün und Dobia als Standort für Windräder - Pöllwitz nicht mehr als Vorranggebiet existent

  Zeulenroda-Triebes: Arnsgrün | Bernsgrün und Dobia gehören zu den 39 Windvorranggebieten in Thüringen, die durch die Regionale Planungsgemeinschaft Ostthüringen am 4. März 2016 in Bad Blankenburg festgelegt wurden. Aus diesem aktuellen Anlass waren die Windkraftanlagen auch auf der Tagesordnung des Ortschaftsrates Arnsgrün/Bernsgrün/Pöllwitz am Frauentagsabend im Gasthaus Müller Arnsgrün.
Philipp Riesmeyer, Diplom-Geograf von EnBW Energie Baden-Württemberg AG, erläuterte und informierte in einem sachlichen und verständlichen Vortrag als einer der potentiellen Partner für die Umsetzung des Vorhabens das Plangebiet Bernsgrün, das auch einen Teil der Gemeinde Rosenbach in Sachsen mit betrifft. Das Gebiet erstreckt sich vom nahegelegenen Naturschutzgebiet „Weide“ Pausa bis über den Allrich Richtung Oberpirk. Das bedeutet, dass nach der neuen Rechtslage in Thüringen, auch im Wald Windräder künftig errichtet werden können. Nach Aussagen Riesmeyers können aber höchstens vier Windräder gestellt werden. Auf die Anfrage, dass der Abstand von 5 km zu den Ebersgrüner Windrädern nicht eingehalten wird, hofft Riesmeyer darauf, dass dies als „weiches Ausschlusskriterium“ behandelt wird. Zu Fragen des Problems des Durchlaufgeräusches vermittelte er, dass neue Anlagen mehr Leistung, aber niedrigere Schallpegel schaffen. Nach der Zeitschiene für den Bernsgrüner Standort gefragt, könne nach einem optimalen Ablauf im Herbst 2018 mit dem Bau begonnen werden. Bis dahin seien nach der Offenlegungsphase eine einjährige Untersuchung zur Vogelbewegung, die Genehmigung durch das Landratsamt und die zehnmonatige Lieferzeit notwendig. Auf die Frage nach der Einflussnahme der Bürger auf das Vorhaben, weißt Riesmeyer auf die Nutzung der Offenlegungsphase mit Einsichtnahme der Bürger hin. „Haben Bürger Probleme mit der Windkraft, müssen sie nach ordentlichen Argumenten suchen“. Die ersten Kontakte und Gespräche mit den Bernsgrüner Grundstückseigentümern wurden bereits geführt. Ortsbürgermeister Andreas Rosenbaum plant dazu noch eine Eigentümerversammlung inklusive Einladung der Dorfbevölkerung einzuberufen.
Zu den weiteren Themen der Ortschaftsratssitzung gehörte auch der Breitbandausbau im ehemaligen Vogtländischen Oberland. „Das steht immer noch auf der Agenda“, so Rosenbaum und zitiert Bürgermeister Dieter Weinlich. „Die Verwaltung hat alle Hebel in Bewegung gesetzt“. Der Ortsbürgermeister fand aber auch lobende Worte für die Bünaer für ihren Einsatz am kleinen Dorfgemeinschaftshaus. „Was aus der „Hütte“ in den letzten Wochen passiert ist, ist sehens- und bemerkenswert.
Verwaltungsangestellte Heidrun Winkler informierte zur vorläufigen Haushaltsführung der Stadt Zeulenroda-Triebes, wo aufgrund einer geringeren Schlüsselzuweisung von 300.000 Euro und Erhöhung der Kreisumlage eine Lücke von 500.000 Euro geschlossen werden muss. Das bedeutet, dass zurzeit nur Pflichtaufgaben und bereits begonnene Maßnahmen, aber keine zusätzlichen, abgearbeitet werden.

Foto: Philipp Riesmeyer präsentiert den Standort für die möglichen Windräder in Bernsgrün.
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