Berufsbild - Schornsteinfegermeisterin

Schornsteinfegermeisterin Sandra Tröger
 
Der Aufstieg zum Arbeitsplatz Dach beginnt
Greiz-Cloßstraße.
Da balanciert keine Drahtseilartistin über den Dachfirst der Häuser, die zu ihrem Revier in Greiz und Umgebung gehören, sondern eine selbstbewusste junge Frau, die Chance und Risiken ihres Berufs sehr genau einschätzen kann. Schornsteinfegermeisterin Sandra Tröger ist seit 1997 als Angestellte von Bezirksschornsteinfegermeister Andreas Just tätig, nach einem turnusmäßigen Plan kommt sie ins oder aufs Haus.
Auf keinen Fall wollte sie einen Büro-Job ausüben, sie wollte schon immer etwas tun, was nicht jedermanns Sache ist.
Da half ihr wie so oft im Leben der Zufall, denn als sie 1994 eine Lehrstelle suchte, hatte ein Schornsteinfegermeister einen Lehrling gesucht, dessen Tochter war ebenfalls bei ihm in die Ausbildung gegangen, er hatte die Klischees des Männerberufes bereits abgehakt und gab der jungen Frau die Möglichkeit von 1994 bis 1997 in Zwickau den Gesellenabschluss zu erreichen.
Berufsbegleitende Lehrgänge in Eilenburg führten zum erfolgreichen Meisterabschluss im Jahre 2007.
Ihre ersten vorsichtigen Schritte auf fremden Dächern hat Sandra Tröger in Zwickau unternommen. „Direkt Angst hatte ich nie, eine Situation bleibt halt im Gedächtnis hängen, es hatte leicht genieselt, die Laufbretter waren glitschig und plötzlich ging die Rutschpartie einige Meter am Dach abwärts. Da stand ich oben, und wusste plötzlich nicht mehr, wie ich wieder runterkommen sollte. Der Meister hat geholfen. In ähnliche Bedrängnis bin ich seitdem nie mehr gekommen. Alles eine Frage der Übung“, lächelt die junge hübsche Frau“.
Einen prüfenden Blick wirft die Meisterin seitdem auf die Trittsicherheit, die überall auf den Dächern vorhanden sein muss oder weist auf vorhandene Mängel zur Abstellung hin.
In luftiger Höhe fegt Sandra Tröger die Kamine, dabei wird der Russansatz entfernt, damit es nicht zu Russbränden kommt, denn zunehmend wird wieder mit Holz gefeuert.
Unten im Keller wird an Heizungsanlagen für Gas- Öl und festen Brennstoffen gemessen, kontrolliert und geprüft, Aufgaben, die naturgemäß vor allem im Winterhalbjahr anfallen. Die strengeren Umweltauflagen haben aus dem Kaminkehrer einen Techniker gemacht. Die Kombination aus ein bisschen Abenteuer und immer mehr Wissenschaft reizt die Schornsteinfegermeisterin besonders. Oben auf dem Dach fühlt sie sich am wohlsten: „Wenn ich so über die Häuser schaue, macht mich der Blick auf die oftmals wunderbare Aussicht glücklich.“
Auf besondere Erwartungen der Menschen angesprochen, da ist es dann doch noch das Klischee, die Rolle der Glücksbringerin gehört dazu und in welch anderem Beruf löst man schon solche positive Reaktionen wie „Zum Glück gibt es den Schornsteinfeger“ oder „darf ich Sie mal anfassen“ aus.
Meist bleiben bei ihr für die Hobbys wenig Zeit, denn ihr neun jähriger Sohn Jonas möchte nach getaner Arbeit auch noch etwas von der Mutter haben.
Ab und zu nimmt sich Sandra die Zeit um einige Runden mit ihrem Motorrad zu drehen.
Aber auch im Winter bleibt die sympathische Frau bodenständig und fährt mit ihrem Sohn zum Skifahren.
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7 Kommentare
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Lutz Leipold aus Ilmenau | 11.09.2012 | 09:35  
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Gunter Linke aus Saalfeld | 11.09.2012 | 11:06  
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Manfred Hartmann aus Nordhausen | 11.09.2012 | 17:23  
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Gunter Linke aus Saalfeld | 11.09.2012 | 17:44  
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Hannelore Grünler aus Artern | 11.09.2012 | 20:17  
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Karin Jordanland aus Artern | 11.09.2012 | 20:23  
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Renate Jung aus Erfurt | 12.09.2012 | 16:48  
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