Bürgermeisterbesuch in der Agrargenossenschaft "Oberland" Bernsgrün e. G.

  Zeulenroda-Triebes: Bernsgrün | Von „Schnitzeltieren“ und anderen Tieren
Bürgermeister Dieter Weinlich besucht die Agrargenossenschaft im Oberland

„Erfolg setzt zwei Dinge voraus: Klare Ziele und den brennenden Wunsch, sie zu erreichen“. Diese Zeilen von Johann Wolfgang von Goethe sind an der Tafel im Eingangsbereich der Verwaltung der Agrargenossenschaft „Oberland“ Bernsgrün
e. G. nicht nur sichtbar angebracht, sondern werden hier täglich versucht, in die Tat umzusetzen. Davon konnte sich auch Bürgermeister Dieter Weinlich mit zwei seiner Mitarbeiter am Dienstagvormittag vor Ort überzeugen.
Andreas Höfer, Vorstandsvorsitzender der Agrargenossenschaft Bernsgrün e. G., Geschäftsführer der Agrarprodukte Hohndorf e. G. und Verantwortlicher für die Schweineproduktion, stellte im Beisein von Rena Schönfuß, Vorstand Agrarprodukte Hohndorf, Werner Müller, Aufsichtsratsvorsitzender und „Chef“ der Rinderproduktion, und Steffen Frotscher, Verantwortlicher für Feldbau/Pflanzenproduktion, in Wort und Bild die seit 2007 bestehende Agrarkooperation der zwei landwirtschaftlichen Betriebe Bernsgrün und Hohndorf vor. Höfer berichtete u. a. über die über 100%ige Nutzung der Milchquote, die effektive Nutzung des Grünlandes, den modernen Melkstand, wo eine Person in einer Stunde 100 Kühe melken kann, den Milchviehstall für 380 Milchkühe mit Kuhkomfort, die Kälberhaltung, die hochwertige Technik und die vergangenen Investitionsmaßnahmen. Er informierte auch über den Schweinebestand in den Standorten Arnsgrün und Bernsgrün mit 5490 Schweinen. „1000 dänische Jungsauen mit höchsten Gesundheitsstatus haben wir eingekauft. Wir arbeiten viel mit Stroh in der Schweinehaltung. In anderen Betrieben erfolgt die Gruppenhaltung auf Stroh nur noch selten“, so Höfer. Die Agrargenossenschaft verfügt ebenso über eine automatische Abruffütterung für tierartgerechte Sauenfütterung. „Die schwere körperliche Arbeit in der Landwirtschaft ist fast passé. Kopfdenken und Engagement sind gefragt. Wir brauchen qualifizierte Leute für die moderne, kostenintensive Technik“, fordert Höfer. Seit 1996 bildet die Agrargenossenschaft Lehrlinge aus. Zurzeit sind es zwei im Betrieb. Die Ausbildung zum Tierwirt mit Spezialisierung Rinder- und Schweineproduktion dauert drei Jahre. „Aber wir sind immer offen für interessierte, gute Lehrlinge“, sagt Andreas Höfer.
In den anschließenden Gesprächen ging es um Fragen von Problemen bei der Neugliederung von Bernsgrün in die Stadt Zeulenroda-Triebes, um die Durchführung von Hoffesten, die Zusammenarbeit zwischen Agrargenossenschaft und Bauhofmitarbeitern, um Wildschäden, das schnelle Internet und das Problem von erneuerbaren Energien.
Andreas Höfer sieht mit der Eingliederung von Bernsgrün in die Stadt keine Probleme oder Nachteile. Ihm ist wichtig, dass es Ansprechpartner gibt und die Kosten für die Fahrzeugummeldung von der Stadt übernommen werden.
Hoffeste werden in Bernsgrün und Hohndorf in regelmäßigen Abständen veranstaltet. Sowie Investitionsvorhaben fertig gestellt sind, werden sie öffentlich zu Hoffesten vorgestellt. „Besonders für Kinder, die fast keine Tiere mehr hautnah erleben, ist das Kennen lernen der Tiere wichtig. Das Schwein ist für die Kleinen eben das Schnitzeltier“, weiß Höfer.
„Das schnelle Internet umzusetzen ist unser großes Anliegen. Am Schwierigsten dabei ist das Genehmigungsverfahren. Technisch ist es kein Problem“, erläutert Bürgermeister Dieter Weinlich.
Auf die Frage nach den erneuerbaren Energien, antwortete Andreas Höfer: „Wir denken darüber ernsthaft nach, um den Betrieb weiter zu stabilisieren. Aber eine Entscheidung ist noch nicht getroffen. Es muss wirtschaftlich was herauskommen, denn wir tragen Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern. Und das Vergasen von Getreide widerstrebt mir. Warum nicht das nehmen, was reichlich vorhanden ist, nämlich Gülle und Mist“.
Im Anschluss fand ein Rundgang durch den Jungrinder- und Kuhstall statt. Es wurden die Kälberiglus und der Melkstand besichtigt.
„Uns war der Besuch vom Bürgermeister wichtig, um uns kennen zu lernen, den Kontakt herzustellen, zu zeigen, wie alles bei uns abläuft und um als Landwirtschaftsbetrieb wahrgenommen zu werden“, schätzt der Vorstandsvorsitzende abschließend ein.
Und als passendes Geschenk überreichte Andreas Höfer dem Stadtoberhaupt der Karpfenpfeiferstadt einen 80 cm langen und 10 Kilogramm schweren Karpfen aus der eigenen Fischhälterung in Frotschau.
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