Cloßstraße für Verkehr frei gegeben

v.l. Anwohner Joachim Clauss, Bettina Bringezu vom Tiefbauamt, Bürgermeister Gerd Grüner (SPD), der Geschäftsführer der Hoch- und Tiefbau Reichenbach GmbH, Ingolf Nöbel, und Taweg-Chefin Ines Watzek beim Bandschnitt zur Freigabe der Cloßstraße.
  "Rund fünf Monate war die Cloßstraße in Greiz gesperrt. Eine 84 Meter lange Stützmauer musste dringend durch einen Neubau ersetzt werden. Mit der heutigen Realisierung der Baumaßnahme ist das Kapitel Stützmauern für die Stadt noch längst nicht abgeschlossen" sagte Bürgermeister Gerd Grüner in seiner Rede zur Verkehrsfreigabe der Cloßstraße in Greiz, an dem auch zahlreiche Anwohner vor Ort waren. Er kündigte an, dass es künftig in diesem Straßenabschnitt mit Hanglage nach Bewilligung finanziellen Mittel zu weiteren Baumaßnahmen in den nächsten Jahren kommen wird.
Lange bevor es zu der Baumaßnahme mit Vollsperrung kam, konnte die Cloßstraße nur mit Einschränkung halbseitiger Sperrung und Ampelregelung befahren werden. Ein Zustand der viel Gesprächstoff aufgeworfen hatte, denn die Cloßstraße ist stark frequentiert und bildet eine wichtige Verbindung vom Stadtzentrum zum Reißberg. Am Freitag, den 19.Dezember wurde die Straße wieder frei gegeben.
"Die alte Stützmauer hatte sich Richtung Stadt bewegt, auch wenn das viele nicht wahrhaben wollten", sagte Bürgermeister Gerd Gründer (SPD) vor dem Bandschitt. Bereits vor zehn Jahren hatte man mit der Planung des Projektes begonnen. Jetzt sei die Sanierung in dem Bereich wie geplant rechtzeitig kurz vor Jahresende abgeschlossen worden.
Vor Beginn der Arbeiten hatte man angekündigt, die Bauarbeiten bei halbseitiger Sperrung durchzuführen. Die Zusicherung der bauausführenden Firmen , bei Vollsperrung im Dezember des Jahres fertig zu werden, habe schließlich den Ausschlag für Variante Vollsperrung gegeben. Betroffenene hätten während dieser Zeit , "interessante Fahrtrouten kreiert", um die Baustelle zu umfahren, wusste der Rathauschef.
Grüner bedankte sich bei den Anwohnern für die Erduldung der Lärmbelästigung während der Bauzeit und den Projektionsbüros einschließlich Baufirmen für die gute geleistete Arbeit und lud zu einem Imbiss am Grillstand ein.
Rund 800 000 Euro wurden verbaut, darunter 320 000 Euro Fördermittel. Gemessen an der Fläche der Stützmauer von 154 Quadratmeter scheint das sehr viel. Die auf dem Fels liegenden aufgeschütteten Erdschichten und die Straße mussten aufwendig gesichert, es wurden unterschiedlich lange und dicke Bohrpfähle eingebracht. 160 Kubikmeter bewehrter Beton und 20 Tonnen Betonstahl wurden auf der Baustelle verarbeitet. Die Stützwände sind zwischen 70 und 155 Zentimeter dick und zwischen 1,55 und 3,55 Meter hoch.
Parallel zu den Arbeiten im Straßenabschnitt hatte der Zweckverband Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung Greiz (Taweg) Tiefbauarbeiten durchgeführt, sagte Grüner, und die Trinkwasser- und Abwasserleitungen erneuert. Im Bauabschnitt wurde der Straßenbelag erneuert und 84 Meter Geländer entlang der Stützmauer angebracht.
Mit dem Abschluss der Arbeiten am 1. Sanierungsprojekt der Cloßstraße ist das Thema Stützmauern in Greiz noch längst nicht abgeschlossen, sagte das Stadtoberhaupt, das liege an den steilen Hängen der Lage der Stadt und prophezeite "Das wird eine unendliche Geschichte". Für weitere Sanierungen der Cloßstraße seien mindestens 5 Millionen Euro notwendig, diese stehen aber im Moment noch nicht zur Verfügung. Sanierungen an anderen Stützmauern der Stadt im Bereich Salzweg und am Saubrg stehen zusätzlich an.
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