Die Faszination des Augenblicks – Markus Schneider inszeniert Feuerwerke im Rhythmus der Musik

Markus Schneider an der elektrischen Zündanlage, die das Feuerwerk im Takt der Musik zündet.
 
Feuerwerk über Greiz
Der Augenblick, in dem ein Feuerbild am Himmel taktgenau zum Rhythmus von Musik explodiert, wird zum Aha-Erlebnis. Solche faszinierenden Momente will Markus Schneider mit seinen musikalischen Feuerwerken erreichen. Der junge Greizer hält es dabei mit dem Philosophen, Musiktheoretiker und Komponisten Theodor W. Adorno, der einmal sagte: "Das Feuerwerk ist die perfekteste Form der Kunst, da sich das Bild im Moment seiner höchsten Vollendung dem Betrachter wieder entzieht."

Diese Feuerwerkskunst mit der Musik zu einem Gesamtkunstwerk zu verschmelzen, hat sich Markus Schneider auf die Fahnen geschrieben. „Ich suche die perfekte Synchronität zwischen diesen Künsten“, so der 22-Jährige, der sich mit seinem jungen Unternehmen „sound & lighteffects“ auf die Inszenierung musiksynchroner Feuerwerke spezialisiert hat. „Die Planung liegt in meiner Hand, durchgeführt werden die Feuerwerke dann zusammen mit meinem Kooperationspartner Uwe Scheffler aus Ilmenau.“ Und die Planung hat es in sich: „Man kann davon ausgehen, dass in einer Minute Musikfeuerwerk zwei Stunden Planungsarbeit sowie zwei weitere Stunden Materialvorbereitung stecken.“ Also bedarf es für zehn Minuten Feuerwerk im Rhythmus der Musik runde 40 Stunden Vorbereitung!

Aber der Aufwand lohnt sich, strahlt Schneider: „Das Publikum ist nach jeder Show immer wieder aufs Neue fasziniert!“ Allerdings müsse man sich jedes Mal etwas anderes einfallen lassen, denn „die Leute sehen viele Feuerwerke und kennen da schon einiges. Deshalb gibt es bei uns keine Feuerwerke zwei Mal zu sehen, da ist jede Show ein Unikat.“ Gezündet werden die pyrotechnisch-musikalischen Spektakel elektrisch mit einer Zündanlage, die Schneider vorab genauestens im Millisekundenbereich programmiert. Damit die Sternenexplosionen am Himmel dann auch genau im Einklang zur Musik erfolgen.

Große Musikfeuerwerke wie bei den „Flammenden Sternen“ in Gera oder der „Pyronale“ in Berlin wären für Schneider und Scheffler an und für sich kein Problem. „Es ist nur so, dass die dafür nötigen Budgets eher selten sind“, bedauert Schneider, um gleich zu relativieren: „Prinzipiell muss man aber für ein Musikfeuerwerk kein Vermögen ausgeben, wir sind da sehr flexibel und finden in der Regel für jede Geldbörse eine passende Lösung.“

Überzeugen können sich Interessierte am 5. und 6. Juli gleich zweimal: Am Freitag zündet der Greizer gegen 22.30 Uhr zur Salatkirmes in Mohlsdorf auf dem Sportplatz ein knapp neunminütiges Musikfeuerwerk. 124 Zündpunkte sind in dieser Show geplant, insgesamt werden das etwa 1700 Effekte sein. Für die passende Musikbeschallung sorgen die Stieba Systemtechnik aus Mohlsdorf und die Discothek „N-Projekt“ aus Greiz. „Das wird schon ganz ordentlich werden“, sagt Schneider zuversichtlich.

Das nächste Feuerwerkspektakel von sound & lighteffects und Scheffler Feuerwerk steigt am Samstagabend in der Pohlitzer Gartenanlage „Sonnenhöhe“, die ihr 125-jähriges Bestehen sowie den Thüringer „Tag des Gartens“ mit einem gut acht Minuten langen Pyromusical krönt. Gegen 23 Uhr werden 232 Zündungen zirka 1640 Effekte auslösen.

Welche Musikstücke am Freitag und Sonnabend erklingen werden, verrät Schneider nicht. „Wer das wissen möchte, soll einfach vorbeikommen. Nur so viel sei gesagt: Es sind musiktechnisch zwei komplett verschiedene Feuerwerke“, kündigt er an.

Bereits am letzten Juniwochenende waren die beiden kooperierenden Firmen feurig unterwegs. Das Sommerfest in der „Feldschlößchen“ Gaststätte in Greiz-Aubachtal und das „Fest der Vereine“ in Braunichswalde wurden zum Abschluss pyrotechnisch in Szene gesetzt.

„Wir bieten Feuerwerke für jeden Anlass, seien das Hochzeiten, Geburtstage, Firmenjubiläen oder Sommerfeste, in allen Größen mit und ohne Musik an. Auch kleine Budgets können wir gut bedienen. Man muss nur wissen, wie man das Maximum herausholt und die Kunden begeistert. Man stellt sich selbst bei jedem Feuerwerk höhere Ansprüche und will sich immer wieder selbst toppen. Die Show steht im Vordergrund, nicht das Budget, das macht vielleicht den Unterschied“, erzählt der Greizer. Die verrückteste Anfrage für ein Feuerwerk erhielt er im vergangenen Sommer: „Da wollte wirklich jemand ein Feuerwerk zu seiner Scheidung haben. Wir hätten das auch gemacht, allerdings hat sich derjenige nicht nochmal gemeldet“, sagt Schneider lachend.

Weitere Informationen mit Fotos und Videos: www.soundlighteffects.de.
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