Die letzte Sonnenblume für die Kanzlerin ...

Angela Merkel mit der Blume, die sie von Beate Rödel erhielt.

... und Abtrocknen mit Angie

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Es waren die Bilder des Kanzlerinnenbesuches am 4. Juni 2013 in Greiz, die dann auch in allen Medien gezeigt wurden und wohl am längsten haften bleiben: Angela Merkel erhält in der Brückenstraße eine Sonnenblume und wenige Minuten später trocknet die mächtigste Frau der Welt mit jungen Leuten Geschirr ab.

Beate Rödel war es, die der Bundeskanzlerin vor ihrem Blumengeschäft die Sonnenblume gab. "Es war die letzte Blume, die das Hochwasser überlebt hat", verrät die Floristin und ergänzt: "Die Sonnenblume soll für die Hoffnung stehen und als Zeichen dafür, dass uns der Neustart bald gelingen soll." Wasser und Schlamm der Weißen Elster haben in ihrem Geschäft einen Totalschaden angerichtet. Nicht nur alle Pflanzen sind hinüber, sondern auch die komplette Einrichtung. "Die Blume habe ich Frau Merkel im Namen aller Geschäftsleute der Brückenstraße übergeben, verbunden mit der Bitte, dass sie uns bald und unbürokratisch helfen möge." Die Kanzlerin versprach's - bekanntermaßen sagte sie den vom Hochwasser betroffenen Kommunen insgesamt 100 Millionen Bundeshilfe zu.

In Greiz wurde Angela Merkel einige Meter weiter unten in der Brückenstraße von Silvio Pohl angesprochen. Der junge Mann spülte mit einer Gruppe freiwilliger Helfer das Geschirr des pm-lounge auf der Straße. "Ich habe Frau Merkel gefragt, ob sie uns nicht beim Abtrocknen helfen möchte", so Pohl. Die Kanzlerin ließ sich nicht zweimal bitten, schnappte sich das Geschirrtuch und trocknete einige Schüsseln und Teller ab. Dabei stellte sie sich durchaus nicht ungeschickt an. Auch Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht betätigte sich als Küchenhelferin. Dabei erkundigten sich die Politikerinnen, wie hoch das Wasser in dm Cafè stand. "Bis zur Hüfte", gab Silvio Pohl zur Auskunft.

Das Geschirrabtrocknen auf offener Straße sei übrigens kein PR-Gag gewesen, versichert die Café-Inhaberin Manja Weiß: "Unsere Küche ist noch voller Schlamm. Zum Glück scheint heute die Sonne, deshalb spülen wir seit heute Mittag hier draußen das Geschirr." So schnell wie möglich will sie das pm-lounge wieder eröffnen. Dank zahlreicher Helfer und in Vertrauen auf die versprochene finanzielle Unterstützung von oberster Stelle blickt sie recht optimistisch in die Zukunft. Vielleicht hilft ja auch die Sonnenblume von Frau Rödel.

Mehr Bilder vom Kanzlerinnenbesuch in Greiz: http://www.meinanzeiger.de/zeulenroda-triebes/poli...
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