Dresdner Frauenkirche-Kantor brachte Orgel meisterhaft zum Klingen - Lobeshymnen für ein grandioses Neujahrskonzert

Zeulenroda-Triebes: Kirche Dobia | „Es war traumhaft. Ein ganz tolles Erlebnis. Weiter hinauf geht Kirchenmusik nicht. Bewundernswerte Menschen, die das beherrschen. Jetzt fährt man froh nach Hause. Der Weg hat sich gelohnt“, war Roland Albert aus Altensalz nach dem Orgelneujahrskonzert in der Dobiaer Kirche begeistert. Die Resonanz auf die Konzerteinladung des Pfarrbereiches Pöllwitz-Schönbach war gewaltig. Bereits zeitig vor Konzertbeginn waren die Sitzplätze in der kleinen schmucken Kirche in Dobia am späten Samstagnachmittag restlos belegt. Für später eintreffende Besucher blieben nur Stehplätze. Und auch die waren heiß begehrt. Denn alle 220 aus nah und fern angereisten Gäste freuten sich bei besinnlichem Kerzenschein auf den Kantor der Dresdner Frauenkirche, Matthias Grünert, an der Trampeli-Orgel. „Musik bewegt das Herz. Matthias Grünert kann musikalische Gefühle wecken. Lassen Sie sich in Stimmungen und Facetten des neuen Jahres einführen. Öffnen Sie gespannt und erwartungsvoll Ohren und Herzen“, so die einleitenden Worte vor Konzertbeginn durch Pfarrer Gunnar Peukert. Was folgte war ein Hörgenuss der Extraklasse. Grünert zog und bewies alle Register seines Könnens. Es war meisterhaft. Mit jedem an der Orgel gespielten Ton haben die Zuhörer gemerkt, dass sein Leben der Musik gehört. Ob „Allabreve D-Dur“ von Johann Sebastian Bach, „Praeludium und Chaconne in D“ von Christoph Wolfgang Druckenmüller oder „Alpenrosa-Bolka von am „Bühl““ von Anna Katharina Winteler – die Besucher genossen jedes gespielte Orgelwerk und dankten dem Organisten mit lang anhaltendem Applaus und am Ende mit stehenden Ovationen, auf die sich der Kantor mit einer Orgelzugabe auf seine Weise bedankte. „Was so eine kleine Orgel alles hergibt“, meinte staunend Doris Sachs aus Pöllwitz. Dabei war die Dobiaer Trampeli-Orgel nach Aussage von Matthias Grünert noch vor einigen Jahren in einem desolaten Zustand. Aber dank des Dobiaer Gemeindekirchenrates um Vorsitzenden Karl-Heinz Herbold und der damaligen Pfarrerin Christina Lang ist etwas passiert. „Es wurde alles neu gemacht an der Orgel“, so Herbold. Er ist es auch, der die Verbindung zum jetzigen Dresdner Frauenkirche-Kantor aufrechterhält. Durch Grünerts Wirken als Greizer Stadt- und Kreiskantor von 2000 bis 2004 entstanden die ersten Kontakte auch zu Dobia. „Ich komme sehr gerne hierher zurück. Durch Greiz bin ich der Region verbunden“, bekennt sich der sympathische und allürenfreie bekannte und beliebte Kantor zu seiner ehemaligen Wahlheimat. „Was für ein schöner Jahresbeginn. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal“, sprach Angelika Naumann aus Arnsgrün am Konzertende allen Besuchern aus dem Herzen. „Er hat die Orgel zum Klingen gebracht“, dankte auch Pfarrer Gunnar Peukert, der neben Gebet, Fürbitten, Segen, Neujahrswünschen und Neujahrsrezept allen mit auf den Heimweg gab: „Machen Sie sich unbeirrt auf den Weg und achten Sie auf die Spuren von Jenem, der vor 2000 Jahren den Weg voraus ging. Gott ist da im alten und im neuen Jahr“.
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