„Es gibt auch blonde Männer“ Kabarett „Fettnäppchen“ gastierte in Pöllwitz

„Quatscht nicht rum. Das hier ist ne´ Bildungsveranstaltung“. Mit diesen Worten begrüßten Eva Maria Fastenau und Gisela Hinzelmann am Sonntagabend die Besucher im Gasthaus „Deutscher Adler“ in Pöllwitz. In mit 150 Gästen ausverkauftem Saal gaben die zwei Urgesteine des Geraer Kabarettensembles „Fettnäppchen“ mit ihrem Programm „Es gibt auch blonde Männer“ die Antwort auf Mario Barths Frauenlästerei. Denn seit zehn Jahren treffen sich die beiden Haus- und Ehefrauen im Treppenhaus und reden sich den Frust über ihre Männer von der Seele. Bei einigen mit Eierlikör gefüllten Waffelbechern legen sie ihre Eheprobleme auf den Tisch und sind sich einig, dass Männer wie Neubauwohnungen sind. „Kennste eine, kennste alle“. Männer haben auch nur zwei Gefühle - Hunger und Durst. Und sie sortieren ihre Wäsche nach zwei Haufen: einen mit dreckiger und einen mit dreckiger, aber noch tragbarer Wäsche. Sie titulieren die Männer als Raumteiler und Überdruss, schätzen sie als konfliktscheu ein und beweisen, dass sie mehr lügen als Frauen und nie aus der Pubertät rauskommen. Und spätestens beim dritten im Blumenkasten versteckten Eierlikör erkennen die Beiden: „Haste einen Mann, haste ein Problem“. Und „Eigentlich sind auch Männer blond. Man sieht es ihnen bloß nicht an“. Sehr gut in Szene gesetzt war nicht nur das Lied von den zehn kleinen Autofahrern, sondern auch der Vergleich Mann – Auto mit klarem Vorteil für Auto. „Das Auto braucht Öl und Sprit. Mein Mann braucht Rouladen und Klöße und kommt trotzdem nicht in Fahrt“. Und außerdem sei ein Auto nach 30 Jahren ein Oldtimer und wertvoll, ein Mann aber nach 30 Ehejahren nur noch Schrottpreis wert. Super waren auch die geführten Telefonate von Gisela Hinzelmann. Während sie am ersten Telefon mit ihrer Freundin plaudert, bediente sie zwischenzeitlich als blonde Lola 90-60-90 das zweite Telefon und verdiente sich mit „Dienstleistungen für Probleme, die hart anstehen“, ein kleines Taschengeld. Und als selbst ihre Ehemann unwissend ihre Dienste in Anspruch nimmt, gestand sie: „Schön, wenn der eigene Mann noch scharf auf einen ist, auch wenn er es nicht weiß“. Ob in Szenen als Gemeindevollzugsbeamtinnen, beim Starfriseur oder als exotische Pflanzen, mit flotten Trinksprüchen und Witzen, stets hatten die beiden Frauen die Lacher auf ihrer Seite. Das Programm wurde mit viel Beifall bedacht. Es wurde herzhaft gelacht. Die Frauen zogen nun zum zweiten Mal nach 2012 in Pöllwitz wieder alle Register ihres Könnens, sehr zur Freude aller Anwesenden.
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2 Kommentare
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Gunter Linke aus Saalfeld | 30.10.2013 | 16:40  
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Hannelore Grünler aus Artern | 30.10.2013 | 19:58  
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