Greizerin Annett Wagner auf Weltreise

Klettern in einem der riesigen Bäume (Foto: privat)
Von Coca nach Manaus - eine Flussreise von ca. 3000 km
Insgesamt 19 Tage ließ ich mir Zeit, um die ca. 3000 km lange Strecke zu bewältigen, davon verbrachte ich 8 Tage auf 8 verschiedenen Kähnen, Booten und Schiffen, den Rest mit Stopps in diversen Orten. Diesen Weg wählen nur sehr wenig Reisende, da es keinerlei Straßenanbindung gibt und der Transport in dieser abgelegenen Gegend schwierig ist. So war ich tausende Kilometer lang die einzigste Touristin unter den Einheimischen. Hier ein paar besondere Erlebnisse von der Reise auf dem Amazonas:
Den Dschungel mit allen Sinnen hautnah erleben, das kann man erst richtig, wenn man tiefer mit einem Kanu eindringt. Mehrere Tage fuhren vier junge Leute und ich von Coca aus mit einem erfahrenen Guide an entlegene traumhafte Lagunen. Er bahnte uns per Machete einen Weg zu 50 m hohen Bäumen mit Riesenwurzeln des Yasuni-Nationalparks. Wir angelten Piranhas, beobachteten Tiere und verbrachten 3 Nächte im Zelt mitten in der Wildnis. Für mich als Outdoorer war es eine tolle Erfahrung, fernab jeglichen Zivilationslärmes nur die Geräusche des Dschungels und den abendlichen Gesang von Vögeln, Affen und anderen Tieren zu hören.
DAS Highlight in Coca war ein einwöchiges regionales Fest der Region, bei dem sich Indianerstämme mit typischer Kleidung, Musik und Tänzen präsentierten. Verschiedene Stämme traten zum Wettkampf an: Pfeile mit dem Blasrohr auf eine Zielscheibe pusten, Speerwerfen, Chicha-Wetttrinken, stammestypische Behälter aus Naturmaterial flechten, Schälen von Yuca und grünen Bananen und Imitieren von Tierstimmen. Dabei ging es weniger um einen Sieger als vielmehr um Spaß, der wirklich nicht zu kurz kam.
Unendlich erscheinende 10 Stunden dauerte die Fahrt mit einem völlig überladenen Kahn von Coca nach Nuevo Rocafuerte, dem letzten Ort in Ecuador. Von dort aus musste ich zusehen, wie ich weiterkam, denn es gibt nur unregelmäßige Bootsverbindungen nach Peru. Ich hatte Glück und fand einen Peruaner, der mich mit seinem maroden Kahn über die Grenze nach Pantoja in Peru brachte.
Fortsetzung folgt...
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1 Kommentar
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Hannelore Grünler aus Artern | 22.08.2013 | 21:50  
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