Grundlegende Änderungen auf der Elstertalbahn

Vogtlandbahn auf dem Liebschwitzer Viadukt

Haben Sie zufällig etwas Geld übrig

und träumten Sie schon immer davon, eine Eisenbahnstrecke zu besitzen? Keine Modellbahn, eine richtige! Dann haben Sie jetzt die Gelegenheit dazu. Denn die Deutsche Bahn verkauft einen Teil der Elstertalbahn. Genauer gesagt, handelt es sich um den Abschnitt zwischen Gera-Debschwitz und den ehemaligen Abzweig Gera-Röppisch. Für 42 867 € (plus Mehrwertsteuer) gehört dieser Abschnitt Ihnen. Die Strecke ist klassifiziert als Hauptstrecke mit einer zulässigen Achslast von 22,5 Tonnen und mit punktförmiger Zugbeeinflussung ausgerüstet. Momentan macht die DB Netz AG mit dieser Strecke einen Gewinn von rund 9 000 € jährlich.

Warum dann der Verkauf?


Die DB Netz AG hat errechnet, dass die Instandsetzung des Liebschwitzer Viaduktes, der Stützmauern und der Gleise bis 2016 rund 9,3 Millionen € kosten wird. Aus diesem Grund wird plant die DB, einen ähnlichen Zustand wieder herzustellen wie bei Inbetriebnahme der Strecke 1875. Damals begann die Elstertalbahn im heute nicht mehr vorhandenen Bahnhof Gera-Röppisch. Auf Grund von Differenzen mit der „Preußischen Staatsbahn“, welche die Strecke Gera – Weida betrieb, entschloss sich die „Sächsische Staatsbahn“ als Eigentümer der Elstertalbahn 1882 eine eigene Strecke nach Gera zu bauen. Deshalb steht der Bahnhof Gera Süd auch am Sachsenplatz, denn dieser war der „sächsische Hauptbahnhof“. Die Gleise der sächsischen Bahnstrecken wurden bis zum „preußischen“ Hauptbahnhof weitergeführt, bekamen aber einen separaten Bahnsteig, der nicht unter der Haupthalle seinen Platz bekam. Das sieht man noch heute so am Gleis 1 und 2 des Geraer Hauptbahnhofes.

Die DB plant nun, die Strecke aus Greiz wieder am Bahnhof Röppisch auf das Planum der Strecke Gera – Weida zu führen. Da diese Bahnstrecke bis 1946 zweigleisig war und im Zuge von Reparationsleistungen auf ein Gleis zurückgebaut wurde, dürfte ausreichend Platz vorhanden sein. Lediglich im Bereich des jetzigen Haltepunktes Gera-Zwötzen wird es notwendig, einen zweiten Bahnsteig für die Elstertalbahn zu bauen. Dadurch wird diese Nahstelle zwischen Stadtbus-, Straßenbahn- und Eisenbahnverkehr weiter aufgewertet.
Für Gera bringt diese Baumaßnahme der Bahn noch mehr Vorteile. Die Bahnübergänge Richtung Schafpreskeln und Gauern können zurückgebaut werden ebenso wie die für den LKW-Verkehr in den Stadtteil Zwötzen auf Grund ihrer Höhe hinderlichen Brücken.
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