"In tierischer Mission“ - Debüt-Roman der Greizer Tierheimleiterin Sabine Wonitzki für Wettbewerb nominiert

Sabine Wonitzki mit ihrem Buch und Katze Ruth.
Greiz: Tierheim | „Tiere sind auch nur Menschen“

Roman „In tierischer Mission“ von Sabine Wonitzki für Wettbewerb nominiert


Von Gerhard R. Zeuner

Nicht nur den Tierfreunden im Landkreis Greiz und darüber hinaus ist Sabine Wonitzki als engagierte Tierheimleiterin bekannt. Die Chefin des Greizer Tierheimes setzt sich seit vielen Jahren aufopferungsvoll für das Wohl geschundener Vierbeiner ein. Dass sie neben ihrem Engagement für den Tierschutz auch über eine „flotte Schreibe“ verfügt, wissen alle Vertreter der schreibenden Zunft, die gern auf ihre oftmals originell verfassten Memos zurückgreifen, wenn es um entlaufen Hunde oder Katzen oder das Vermitteln von Fundtieren geht.

„Schon als Schulkind habe ich es geliebt, zu schreiben“, bekennt Sabine Wonitzki: „Immer, wenn es nach den Ferien hieß, in einem Aufsatz die Ferienerlebnisse niederzuschreiben, habe ich mit Freude mehrere Seiten verfasst, während die anderen gestöhnt haben!“ Zu ihrem 60. Geburtstag im vorigen Jahr hat sich die Tierheimleiterin einen Traum erfüllt und ein Buch geschrieben. Mit Thüringer dem UND-Verlag fand sie einen kongenialen Partner, der ihren Debüt-Roman veröffentlicht hat. „In tierischer Mission“, so der Titel, ist ein unterhaltsames Buch nicht nur für Tierfreunde. „Ich habe bewusst keine Mitleid erregende Tierschutzgeschichte geschrieben, sondern tierisch-menschliches ironisch und sarkastisch verfasst“, so die Autorin. In ihrem Roman lässt sie eine fiktive Kollegin namens Heidi Schneider von ihrem Alltag zwischen Zwei- und Vierbeinern erzählen. Was die so alles erlebt, ist ganz schön aufregend. Da werden Tiere aus der Wohnung eines flüchtigen Mörders gerettet, eine verrückte Elster will am liebsten Mensch sein, ein Mann wirft ein Huhn als eierlegende Spende über den Tierheimzaun und ein Lustmolch hat es gar auf die Mitarbeiterinnen der Einrichtung abgesehen.

Ob die in Ich-Form erzählende Hauptprotagonistin der Geschichten sie selbst sei, will Sabine Wonitzki so nicht bestätigen. „Die tierischen Erlebnisse meines Romans sind jedenfalls alle hundertprozentig authentisch“, versichert die Greizer Tierheimchefin dafür lachend. Sie habe bislang auf ihren Lesungen und durch Zuschriften nur positive Resonanz erfahren. „Vor allem wegen der menschlichen Aspekte meines Buches“, vermutet sie. Denn in ihrem Buch habe sie sich besonders den Verflechtungen von Tierschicksalen und Tierheimmitarbeitern mit den Besitzern der vierbeinigen Schützlinge gewidmet. Gemäß dem Motto „Tiere sind auch nur Menschen. Oder umgekehrt“, wie Sabine Wonitzki augenzwinkernd sagt.

Ihr Buch „In tierischer Mission“ ist mit weiteren 42 Neuerscheinungen des Jahres 2011 für den Titel „Lieblingsbuch der Vogtländer" der Vogtländischen Literaturgesellschaft Julius Mosen nominiert. Es ist in jeder Buchhandlung und im Greizer Tierheim (hier auf Wunsch auch signiert) erhältlich.

ZUR PERSON: Sabine Wonitzki wurde 1951 in Elsterberg geboren. Sie studierte an der Karl-Marx-Universität Leipzig Ökonomie und Technologie der Tierproduktion mit Abschluss Diplom Agrar-Ingenieur. Nach Tätigkeiten als Schlachtkörpervermarktungsprüferin, wissenschaftlicher Mitarbeiterin im VEB Molkerei Leipzig und als Leiterin der Milchviehanlage in der LPG Hohndorf gründete sie 1990 mit Gleichgesinnten den Tierschutzverein in Greiz. Hier verwirklichte sie auch ihr Tierheimprojekt. Seit 1993 ist Sabine Wonitzki Leiterin dieser Einrichtung in Greiz-Sachswitz.
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Hannelore Grünler aus Artern | 01.04.2012 | 22:08  
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