Kater Poldi auf Abwegen – Katze irrte fast drei Wochen in fremder Stadt durch Eis und Schnee

Haben sich nach fast drei Wochen wieder: Kater „Poldi“ und sein Herrchen Silvio Steiger.
 
„Poldi“ und sein Herrchen Silvio Steiger.
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Aufmerksame Leser dieses Portals kennen die Geschichte des Katers bereits: Bürgerreporter Marcus Daßler berichtete hier über „Poldi“, der beinahe drei Wochen in einer fremden Stadt umher irrte (hier klicken). Dank des Allgemeinen Anzeigers ist er aber wieder zuhause, wo ich ihn und sein Herrchen besuchte.

Seidig glänzendes schwarzes Fell, ein zartweißer Fleck auf der Brust und smaragdgrüne Augen – Kater Poldi ist ein besonders schönes Exemplar der Gattung „Stubentiger“. Und der Liebling von Familie Steiger in Greiz-Kurtschau. Eigentlich heißt er Leopold, wird von allen aber nur „Poldi“ gerufen. Die Steigers haben ihn mit der Flasche aufgezogen, nachdem sie ihn vor vier Jahren als kleines verlassenes Kätzchen fanden.

Nun wäre Poldi beinahe für immer weg gewesen: Fast drei Wochen irrte die Greizer Katze in Zeulenroda umher, bei Schnee, eisiger Kälte und Sturm. Wie er abhanden kam, berichtet sein Herrchen Silvio Steiger: „Wir hatten von einer Zeulenrodaer Spedition eine Weinlieferung erhalten und während der Fahrer den Wein zu uns ins Haus brachte, ist Poldi neugierig in seinen Transporter gestiegen.“ . Unbemerkt war der Kater dann mit nach Zeulenroda gefahren, wo er, als der Spediteur in der Hohen Straße die Autotür öffnete, heraus sprang und blitzschnell verschwand.

Nachdem die Steigers das erfahren hatten, waren sie sofort nach Zeulenroda gefahren und starteten in der Hohen Straße ihre Suche nach Poldi. Zunächst ohne Erfolg. Tags darauf kamen sie wieder, auch den nächsten Tag. „Wir sind zwei Wochen täglich mehrmals nach Zeulenroda gefahren, meine Frau und ich, unser Sohn Niclas und meine Eltern“, erinnert sich Silvio Steiger. Die Kurtschauer haben über 70 Flyer gedruckt und verteilt, den Verlust über einen lokalen Radiosender angezeigt – Kater Poldi blieb verschwunden. „Doch wir haben bei unserer Suche in Zeulenroda nur nette und freundliche Menschen getroffen. Alle waren sehr hilfsbereit, haben uns Hoffnung gemacht und uns bei unserer Suche unterstützt“, dankt Familie Steiger den Zeulenrodaern.

Schließlich gaben die Kurtschauer eine Suchanzeige im Allgemeinen Anzeiger auf. Darauf meldeten sich einige Anrufer, die eine schwarze Katze im Rötlein gesehen hatten. Doch das war nicht Poldi. Dann, nach 18 Tagen, klingelte abends gegen 21 Uhr erneut das Telefon bei den Steigers. „Eine Frau aus dem Alaunwerk rief an und berichtete, dass sie, als sie von der Arbeit nach Hause kam, einen schwarzen Kater im Hof sah, der sich am Futternapf gütlich tat. Sie dachte, es sei ihre Katze. Doch kurz darauf fand sie ihren ‚Stubentiger’ im Wohnzimmer schlafend auf dem Sofa vor. Sie erinnerte sich an unsere Suchanzeige, lockte den fremden Kater vom Hof ins Haus, suchte den letzten Allgemeinen Anzeiger heraus und fand unsere Nummer. 15 Minuten später waren wir in Zeulenroda im letzten Haus vor der Talsperrenbrücke und tatsächlich, unser geliebter Kater war gefunden!“, ist Familie Steiger glücklich.

Die ersten drei Tage, nachdem „Poldi“ wieder zuhause war, hat er fast nur geschlafen. Inzwischen ist er wieder wohlauf. Am liebsten kuschelt er mit seinem Herrchen Silvio. Der hofft, dass sein Kater nie wieder in ein fremdes Auto steigt.
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Regina Kleiber aus Sondershausen | 15.02.2013 | 10:34  
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