Kläranlage Naitschau eingeweiht

Bürgermeister Gerd Grüner(SPD) und die Geschäftsführerin Ines Watzek (SPD) vom Zweckverband Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung Weiße Elster-Greiz, nahmen per Knopfdruck die Abwasserreinigungsanlage im Ortsteil Naitschau in Anwesenheit zahlreicher Gäste in Betrieb. (Foto: Steve)
 
Mechanische Reinigung mit Zulaufpumpwerk (Foto: Steve)
Greiz - Naitschau.
Am 20. November 2013 wurde die neu gebaute Kläranlage Naitschau nach 14monatiger Bauzeit eingeweiht.
Die Anlage dient der Schmutzwasserbehandlung der im Ortsteil Naitschau anfallenden Schmutzwässer.
Die kanalseitige Erschließung der Ortslage wurden in den vergangenen Jahren voran getrieben und ist, bis auf zwei Teilgebiete weitestgehend abgeschlossen. Die Anlage mit einem Auftragsvolumen von zirka 1,154 Mio€ wurde als eines der vorerst letzten Förderprojekte im Freistaat Thüringen mit Fördermitteln in Höhe von zirka 0,55 Mio€ unterstützt.
Das Entwässerungsgebiet bezieht sich auf die Ortslage Naitschau, die überwiegend angeschlossen ist.
Die Siebanlage besteht aus einem Siebkorb und einer senkrechten Fördereinheit. Beide sind miteinander gekoppelt. Der Siebkorb ist als Lochblech gestaltet, mit Lochung von 6 mm. Das Abwasser wird aus 5,30 m Tiefe zur Weiterbehandlung in die biologische Reinigungstufe gepumpt.
Anschließend wird das mechanisch gereinigte Abwasser in das Belebungsbecken gepumpt, dem Kernstück der biologischen Abwasserbehandlung. Gleichzeitig erfolgt die simultane aerobe Schlammstabilisierung. Durch Zuführung von Sauerstoff und die Rückführung von sedimentiertem Belebtschlamm aus der Nachklärung werden die biologischen Abbauprozesse intensiviert.
Die Phosphatfällung erfolgt zur Verringerung des Phosphateintrages in das Gewässer. Erforderlich hierfür ist eine separate Fällmittelstation in welcher die Dosiertechnik und das Fällmittellager unterbracht ist. Die Nachklärung wird in einem als vertikal durchströmtes Rechteckbecken ausgebildet. Das Klarwasser wird unter der Wasseroberfläche über ein gelochtes Tauchrohr abgeleitet, welches auch verhindert, dass Schwimmschlamm ausgetragen wird.
Ein Schlammstapelbecken dient zur Speicherung (Stapelung) des Überschussschlammes aus der biologischen Reinigung, Abfuhr zur weiteren Schlammbehandlung und Entwässerung zur Kläranlage Greiz.
Desweiteren ist das Klärwerk in Naitschau mit einem Rücklaufschlamm- und Überschussschlammpumpenwerk, mit einem separaten Pumpenschacht ausgestattet. In der Pumpenkammer sind zwei Rücklaufschlamm- und eine Überschussschlammpumpe angeordnet.
Das Betriebsgebäude der Kläranlage Naitschau ist nicht ständig besetzt, sondern wird nur zu Kontroll-, Wartungs- und Reparaturzwecken genutzt. Es besteht aus den Funktionsräumen, der Schaltwarte mit Aufenthaltsraum und Waschraum und einem Gebläseraum.
In seiner Rede zur Einweihung sprach Gerd Grüner über verbaute Materialien für Baukörper und Kläranlage. Notwendig waren 20000 Kubikmeter Bodenaushub davon ca. 1000 Kubik Beräumung einer Mülldeponie der Vorfahren. Rund 1000 m Kanal- und Pumpleitungen, 4000m Kabel und 500 Kubikmeter Beton wurden verbaut.
Die Kosten für den Auftrag wurden mit 1.154 TEuro, für Planung 196 TEuro und Fördermittel von 557 TEuro angegeben. Baubeginn war am 10.09.2012, der Probebetrieb begann am 19.11.2013, die ursprüngliche Fertigstellung laut Auftrag war am 30.10.2013. Bedingt durch den langen Winter, Müllablagerungen im Baugrund verzögert sich die tatsächliche Abnahme der Anlage auf den 18.12.2013. Der Rathauschef und die Taweg- Geschäftsführerin Ines Watzek, bedankten sich bei den beteiligten Firmen für die Realisierung der gestellten Aufgaben.
Sämtliche Anlagen konnten zur Einweihung besichtigt werden.
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