Lehrjahre sind keine Herrenjahre

Gruppenbild mit v.l. Jürgen Tiller, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Zeulenroda, den Junggesellen und Herrmann Werler, Obermeister der Schlosser- und Schmiedemeisterinnung von Greiz, Zeulenroda, Schleiz, Bad Lobenstein. In der hintersten Reihe Vertreter der Innungskrankenkasse und Signal Iduna..
 
Gaststätte "Neuschenke"
Greiz -Gaststätte Neuschenke.
Zur Gesellenfreisprechung der Kreishandwerkerschaft Zeulenroda, übergaben Herrmann Werler, Obermeister der Innung des Schlosser- und Schmiedehandwerk Greiz, Zeulenroda, Schleiz, Bad Lobenstein und Jürgen Tiller, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, die Gesellenbriefe an die Junggesellen in den Gewerken Metallbauer, Konstruktionstechnik, Anlagenmechaniker und sprachen den 11 anwesenden Junggesellen ihre Glückwünsche aus.
Insgesamt waren es 14 Lehrlinge, drei von ihnen schlossen bereits im vergangenen Jahr vorzeitig ab.
„ Es gibt keinen Zweifel daran, dass derjenige, der in seinem Beruf etwas leistet und den auch seine berufliche Tätigkeit befriedigt, leichter im Leben vorankommt. Als Junghandwerker bietet sich die Chance mitzuhelfen, handwerkliche Tradition zu bewahren und handwerkliches Können weiterzuentwickeln“, gab der Chef der Kreishandwerkerschaft den Junggesellen mit auf den Weg und ergänzte:
„Der gestiegene Fachkräftemangel bietet gute Aussichten für die berufliche Laufbahn, jedoch reicht der Gesellenbrief allein fast immer, in der heutigen Zeit sowieso, meist nicht mehr aus, um mit dem technologischen Fortschritt mitzuhalten. Durch weiteres Lernen ist der Weg zu weiterreichenden Karrierechancen geöffnet“.
Die Handwerkskammer bietet hierzu Möglichkeiten zur Meisterqualifizierung, verbessertes Meisterbafög hilft die Kosten abzufedern und bei einem dreimonatigen Auslandspraktikum das bisherige erworbene Wissen zu erweitern. Ein lohnendes Ziel könnte die selbstständige Tätigkeit im eigenen Handwerksbetrieb werden. In diesem Zusammenhang wurde auf die 2010 gestartete Imagekampagne „Das Handwerk. Die Wirtschaft von nebenan“ verwiesen, deren Anliegen darin besteht, jungen Menschen zu vermitteln, dass das Handwerk zeitgemäß und viel moderner ist als so mancher glaubt.
Innungsobermeister Werler war mit den guten Prüfungsergebnissen zufrieden, bedankte sich bei allen Ausbildungsbetrieben und Lehrern die in den dreieinhalb Jahren Wissen vermittelt haben und übernahm im Anschluss die Gesellenfreisprechung,
„Nach altem Deutschen Handwerksbrauch spreche ich Sie öffentlich und feierlich frei von den Pflichten eines Lehrlings, wahren Sie stets die Tradition des Handwerks, ehren Sie ihren Beruf, seien Sie voller Stolz Handwerker, machen Sie durch ihre Arbeit dem Handwerk stets Ehre.“ Voller Stolz und Zufriedenheit nahmen die Junggesellen im Anschluss ihre Zeugnisse und Präsente entgegen.
Zu den drei besten Lehrlingen gehörte Johannes Beilschmidt, Anlagenmechaniker f. SHK von der Fa. Lochmann Zeulenroda, Robert Geffke, Feinwerkmechaniker/Maschinenbau von der Augenstein GmbH und Bastian Graw, Metallbauer/ Konstruktionstechnik von der Fa. Meinel aus Bad Lobenstein, die wie weitere von ihren Ausbildungsbetrieben übernommen werden.
Es war von Anfang unser Wunschberuf, den Meisterbrief zu erwerben sind wir nicht abgeneigt, doch vorher möchten wir in unseren Berufen weitere Erfahrungen und Kenntnisse sammeln, sagten die Junggesellen gegenüber dem AA.
An der Feier nahmen die Mitglieder der Gesellenprüfungsausschüsse der Innungen, Vertreter der Innungskrankenkasse, sowie des Versorgungswerkes der Signal-Iduna Versicherung der Kreishandwerkerschaft Zeulenroda teil, die damit ihre Verbundenheit zum Handwerk zum Ausdruck brachten.
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1 Kommentar
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Hannelore Grünler aus Artern | 26.03.2013 | 01:44  
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