Mit dem Sonderzug zum Greizer Nachtwächter

Der Sonderzug zur Einfahrt aus Richtung Plauen im Greizer Hauptbahnhof
Gähnende Leere am Greizer Hauptbahnhof, als am Samstag punktlich um 14.32 Uhr ein Sonderzug mit einer vorgespannten Diesellok der Baureihe 112 auf dem Bahnsteig 2 aus Richtung Plauen eintraf. Der Anlass klärte sich schnell auf. Nachdem Zugführer Holger Stoll die Türen öffnete, stiegen aus den zwei historischen Reisezugwagen der Deutschen Reichsbahn die Eisenbahnsenioren mit Angehörigen, der 1. Vorsitzende der IG58-3047 e.V Glauchau., Sebastian Liske und Organisator der Ausfahrt, Bernd Seitz, in bester Stimmung aus. Begrüßt wurden die Gäste mit flotten Sprüchen, vom Greizer Nachtwächter Holger Wittig, der wie es den Anschein hatte, doch schon einige Ausflügler kannte. „In diesem Jahr haben wir uns entschlossen, nach einer romantischen Fahrt durch das landschaftlich schön gelegene Vogtland, mit einem Zuggespann der Pressnitztalbahn Jöhstadt, wieder einmal nach Greiz zu fahren“ sagte Bernd Seitz, der bei einem früheren Besuch mit dem Verein, vor Jahren den Greizer Nachtwächter Holger Wittig kennen lernte. „Uns gefiel seine Art und Weise wie er seine Geschichten um die Stadt Greiz präsentierte sehr gut“ ließen seitdem die Verbindung nicht abreißen, ergänzte der 1. Vorsitzende Sebastian Liske. Nach kurzen Informationen zum Ablauf lud Holger Wittig seine Gäste zum Stadtrundgang ein, der bei den Spaziergängern im Stadtgebiet nicht unbemerkt blieb. Erste Station war Halt im Schlossgarten vor historischer Kulisse, das bei den Gästen schon so manches „Oh“ ertönen ließ, das historische Ensemble wurde im richtigen Moment von der Wintersonne angestrahlt. „Sie sind im Vogtland gelandet“ sagte Wittig und gab vor Ort mit informativen Ausführungen die wichtigsten Details über die Geschichte des Vogtlandes, die bis ins Jahr 1155 zu Kaiser Barbarossa führt, bekannt. Mit seiner witzigen und humorvollen Art erzählte der Nachtwächter von einem spektakulären Banküberfall, der sich vor Jahren gleich nebenan in der Sparkasse ereignete. Oder auch vom letzten Hochwasser, als der Schlossgarten, an der Stelle wo wir uns gerade befinden, überflutet war. Weitere Stationen beim klassischen Stadtrundgang, führten über die Treppen vom Schlossgarten zum Röhrenbrunnen, dem Besuch der Stadtkirche und weiteren sehenswerten Einrichtungen der Stadt. Zum Abendessen führte der Weg zur Vogtlandhalle in die Brasserie. Holger Wittig zeigte den Gästen nicht nur die Stadt, wenn rund sechzig Personen nach Greiz zu Besuch kommen, fühlt er sich auch als Förderer der Wirtschaft in Greiz. Am späten Abend ging es mit dem Sonderzug, der im Bahnhof bis dahin „geparkt“ wurde, gut gelaunt wieder zurück nach Glauchau. Holger Wittig ist sich sicher, einige der Besucher werden irgendwann in guter Erinnerung an die Stadt Greiz und seinem Nachtwächter wieder kommen.
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Renate Jung aus Erfurt | 26.01.2016 | 22:45  
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