Neue Statistik: Mehr Komasäufer in Greiz

Alexander Schulze, Leiter des Servicezentrums der DAK-Gesundheit informiert:
2012 kamen 15 Jugendliche mit Alkoholrausch ins Krankenhaus – DAK-Kampagne „bunt statt blau“ startet zum 5. Mal in Greiz

Greiz, 14.01.2014 Alkohol bis zum Abwinken: Das Rauschtrinken bei Schülern bleibt bundesweit ein Problem. In der Greiz ist die Zahl jugendlicher „Komasäufer“ gestiegen. Im Jahr 2012 kamen nach Informationen der DAK-Gesundheit 15 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Laut aktueller Landesstatistik nahm die Zahl der Betroffenen hier im Vergleich zu 2011 um 25 Prozent zu. In der Altersgruppe der 10- bis 15-Jährigen mussten allein 4 Kinder in einer Klinik behandelt werden

„Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen ist ein Alarmzeichen. Unser Ziel ist langfristig eine positive Entwicklung“, sagt Alexander Schulze von der DAK-Gesundheit Greiz „In den vergangenen zehn Jahren nahmen die alkoholbedingten Klinik-Einlieferungen in unserer Region jedoch um 31,82 Prozent ab.“ Landesweit gab es in diesem Zeitraum einen deutlichen Anstieg. In der Altersgruppe von 15 bis 20 Jahren landeten 2012 zum Beispiel 387 Jugendliche im Krankenhaus. Die Zahl der betroffenen Jungen war mit 254 Fällen höher als bei Mädchen mit 133 Behandlungen.

52.000 Schüler bekennen Farbe
Um ein Zeichen gegen das Rauschtrinken zu setzen, startet die Krankenkasse DAK-Gesundheit jetzt zum 5. Mal ihre Präventionskampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“. Bundesweit werden mehr als 11.000 Schulen zur Teilnahme eingeladen, davon zahlreiche Schulen in der Region Greiz. Als Schirmherrin unterstützt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung die Aktion. Auch die erfolgreiche Band „Luxuslärm“ beteiligt sich 2014 an der Kampagne.

Seit 2010 wurden beim mehrfach ausgezeichneten Wettbewerb „bunt statt blau“ bereits 52.000 Schüler mit ihren Plakaten zu Botschaftern gegen das Komasaufen. „Wenn Jugendliche im Kampf gegen Alkoholmissbrauch selbst Farbe bekennen, ist das besonders glaubwürdig“, so Alexander Schulze. „Wir hoffen, dass viele Schulen das Thema auf den Stundenplan setzen.“
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
3 Kommentare
12.762
Renate Jung aus Erfurt | 16.01.2014 | 22:06  
3.050
Antje Hellmann aus Jena | 17.01.2014 | 12:13  
12.762
Renate Jung aus Erfurt | 25.01.2014 | 01:01  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige