Rettet Clemens! Der Neunjährige ist an bösartiger MDS erkrankt und benötigt zum Überleben einen Stammzellenspender!

Clemens ist an MDS erkrankt, einer bösartigen Erkrankung des blutbildenden Systems, bei der das Knochenmark nicht in der Lage ist, gesunde Blutzellen zu bilden. Er kann nur mit einem passenden Stammzellspender überleben. (Foto: DKMS)
 
Der offizielle Aufruf (Foto: DKMS)
Reichenbach: . | Gestern erhielt ich Post von Annika Schirmacher. Die Mitarbeiterin der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH schildert das ergreifende Schicksal des neunjährigen Clemens aus dem nicht einmal zehn Kilometer von Greiz entfernten Reichenbach im Vogtland. Der Junge erhielt vor wenigen Wochen die niederschmetternde Diagnose MDS. Das ist eine bösartige Erkrankung des blutbildenden Systems, bei der das Knochenmark nicht in der Lage ist, gesunde Blutzellen zu bilden. Sofort war klar, dass er nur mit einem passenden Stammzellspender überleben kann.

Deshalb haben sich seine Eltern sofort an die DKMS gewandt, um eine große öffentliche Registrierungsaktion ins Leben zu rufen. Die findet am 20. Juni in Reichenbach statt und auch alle Thüringer sind aufgerufen, sich registrieren zu lassen!

Hier der Aufruf der DKMS:

Der 9-jährige Clemens aus Reichenbach im Vogtland ist an Blutkrebs erkrankt. Um ihm und anderen Patienten zu helfen, veranstaltet die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH am 20.06.2015 eine Registrierungsaktion. Jeder kann helfen: Wer gesund und zwischen 18 und 55 Jahre alt ist, darf sich als Spender aufnehmen lassen und jeder kann Geld spenden, um die Registrierungen finanziell zu ermöglichen.

Eigentlich ist Clemens ein ganz normaler Junge. 9 Jahre alt, besucht die 3. Klasse, spielt für sein Leben gerne mit Lego und möchte später einmal Baggerfahrer werden. Doch vor wenigen Wochen kam der Schock – MDS, eine bösartige Erkrankung des blutbildenden Systems!

Clemens Mama Evelyn schildert die den Schicksalsschlag wie folgt: „Aufgefallen sind uns die kleinen roten Pünktchen an Clemens Hals vor einigen Wochen. Nachdem diese nach ein paar Tagen nicht verschwanden, sagte mir ein mulmiges Bauchgefühl, dass wir das abklären lassen sollten. Nach der morgendlichen Blutentnahme beim Kinderarzt, kam schon mittags der Anruf, dass Clemens Blutwerte ganz schlecht sind und wir sofort in die Kinderklinik nach Jena fahren sollen. Unser alles beherrschendes Gefühl war Angst. In Jena erklärte man uns, dass die Werte aller drei Zellreihen im "Keller" sind und sofort eine Bluttransfusion gegeben werden muss. Dann ging alles ganz schnell. Die erste Nacht war Horror. Die Tränen liefen, ich wollte schreien, weglaufen, das Herz war ein einziger verkrampfter Muskel. Angst, Angst, Angst um unser Kind. Am nächsten Tag dann die erste Knochenmarkpunktion. Daraufhin stand fest: keine Leukämie. Erleichterung! Aber was ist es dann? Da fiel zum ersten Mal der Begriff Knochenmarktransplantation. Und da war das nächste Loch, in das wir fielen. Das bis zur Diagnose einige Zeit vergehen wird, hat man uns gesagt, aber trotzdem war das der reinste Nervenkrieg. Ein ständiges Wechselbad der Gefühle, Hoffen und Bangen. Am 20.05 nach vielen Punktionen, Blutentnahmen und anderen Untersuchungen dann die Diagnose MDS. Wir haben es geahnt, es dann aber zu hören, reißt den Boden unter den Füssen weg.“

Clemens kann nur überleben, wenn es – irgendwo auf der Welt – einen Menschen mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen im Blut gibt, der zur Stammzellspende bereit ist. Doch wie findet man einen solchen Spender? Es kommt nur sehr selten vor, dass zwei Menschen nahezu identische Gewebemerkmale haben. Im günstigsten Fall liegt die Wahrscheinlichkeit bei 1:20.000, bei seltenen Gewebemerkmalen findet sich eventuell unter mehreren Millionen kein ’genetischer Zwilling’. Die Suche ist aber auch deshalb so schwer, weil noch immer viel zu wenig Menschen als potenzielle Stammzellspender zur Verfügung stehen. Denn: Wer sich nicht in eine Spenderdatei aufnehmen lässt, kann nicht gefunden werden.

„Die Gedanken und Gefühle überschlagen sich. Aber vor Clemens sich nichts anmerken lassen, Worte zu finden, ihm kindgerecht zu erklären, was auf ihn zukommt und immer wieder zu suggerieren: ALLES WIRD GUT. Zusammen schaffen wir das und du bist unser Superheld. Für uns war auch sofort klar, wir müssen etwas tun! Wir können nicht warten bis uns der Zufall trifft und sich in der Spenderdatei ein passender Spender findet. Wir müssen selbst aktiv werden und alle Hebel in Bewegung setzten. Noch am selben Tag habe ich die Mail an die DKMS geschrieben und um Hilfe gebeten. Zeitgleich haben wir Freunde und Familie und Kollegen und Lehrer informiert, die mit unheimlich viel Herzblut bei der Sache sind und viele Ideen in die Tat umsetzten, um so viel wie möglich Leute zu mobilisieren und zu erreichen, sich am 20.6 typisieren zu lassen. Seitdem rollt eine Welle der Hilfsbereitschaft über uns hinweg, die ihresgleichen sucht. Wir sind voller Hoffnung, für Clemens einen passenden Spender zu finden und sein kleines Leben zu retten. Er ist so ein fröhlicher, sensibler und liebevoller Schatz und hat noch so viel vor. Noch können wir gar nicht so recht realisieren, was grade um uns herum passiert. Irgendwie funktionieren wir. Aber irgendwann wird alles sacken und so richtig ins Bewusstsein dringen. Unser Motto ist das der Kinderkrebsstiftung: "Eins werd' ich nie tun: AUFGEBEN! Diesen Spruch tragen wir drei als Armband immer bei uns und der soll uns helfen, den Weg, der vor uns liegt, gemeinsam zu bestreiten, gemeinsam zu kämpfen für unseren Sonnenschein und gemeinsam zu siegen. Allen die bei uns sind, die uns helfen und unterstützten, auf welche Weise auch: wir danken Euch von ganzem Herzen und werden Euch das nie vergessen.“, so die bewegenden Worte von Clemens Mama Evelyn.

Bislang war die weltweite Suche nach einem passenden Stammzellspender für Clemens erfolglos. Um ihm zu helfen, organisieren Freunde und Familie gemeinsam mit der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei eine Registrierungsaktion und hoffen, dass möglichst viele Menschen aus der Region die Gewebemerkmale ihres Blutes bestimmen lassen. Jeder, der sich als potenzieller Stammzellspender in die DKMS aufnehmen lässt, ist eine weitere Chance für Patienten weltweit und kann vielleicht schon morgen zum Lebensspender werden.

Weitere Informationen gibt es auf der Facebookseite unter: „Rettet Clemens“

Die Aktion findet statt am:



Samstag, den 20. Juni 2015, von 11:00 bis 16:00 Uhr in der Sporthalle an der Cunsdorfer Straße, 08468 Reichenbach
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3 Kommentare
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Gabriele Wetzel aus Zeulenroda-Triebes | 05.06.2015 | 13:57  
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Adelina Dhen aus Sömmerda | 09.06.2015 | 21:28  
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Adelina Dhen aus Sömmerda | 09.06.2015 | 21:29  
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