Rundtischgespräch der Jäger und Agrarbetriebe in Bernsgrün

Zeulenroda-Triebes: Bernsgrün | Gemeinsamer „Kampf“ gegen die Wildschäden
Jäger suchen Nachwuchs

Der Vorstand und Aufsichtsrat der Agrargenossenschaft „Oberland“ Bernsgrün e.G. und der Agrarprodukte Hohndorf e.G. hatte kürzlich alle Jagdpächter des Einzuggebietes Arnsgrün, Bernsgrün, Büna, Cunsdorf, Dobia, Frotschau, Gablau, Hohndorf, Leiningen, Pöllwitz, Schönbach und Wolfshain zu einem Rundtischgespräch in die Agrargenossenschaft Bernsgrün eingeladen. Auch Gabriele Beck, Sachbearbeiterin der Unteren Jagdbehörde im Landratsamt Greiz und Robert Zimmermann-Safar vom Bundesforstbetrieb Forstrevier Pöllwitz waren als Gäste anwesend.
Die wichtigsten Themen an diesem Abend waren die Wildschadenproblematik, die Möglichkeit der Zusammenarbeit der einzelnen Jagdpächter und Vorschläge zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Jagdpächter, Jagdgenossenschaft und Agrarbetrieb.
Für die Wildschweine sind die Mais- und Rapsfelder ein Paradies mit gutem Nahrungsangebot. „Wir wollen nicht nur Wildschäden geltend machen, sondern als Agrarbetriebe auch etwas zur Schadensminimierung beitragen“, so Andreas Höfer, Vorstandsvorsitzender der Agrargenossenschaft „Oberland“ Bernsgrün e.G. und Geschäftsführer der Agrarprodukte Hohndorf e.G. So soll in diesem Jahr auf einer
Fläche von 6,5 Hektar eine 24 Meter breite und 2,7 Kilometer lange Wald- und Feldkante um den Maisschlag angelegt werden. Dort wird Sommerweizen angebaut, der früher als der Mais geerntet wird und damit den Jägern eine bessere Sicht für den Einschuss bietet. Eine weitere geplante Maßnahme 2013 ist der probeweise Einsatz von Vergrämungsmitteln im Gebiet Büna, Dobia und Wolfshain.
In den konstruktiven Gesprächen und Diskussionen ging es auch um die Bejagbarkeit des Schwarzwildes an den Reviergrenzen nach Absprache der Jagdpächter, um gemeinsame übergreifende Bewegungsjagden, die Zusammenarbeit mit dem Bundesforst, die Aufhebung von Durchfahrtsverboten für Jäger des Nachbarreviers an den Reviergrenzen, um Absprachen mit den Jagdpächtern vor der Anbauplanung sowie Informationen über voraussichtlichen Erntebeginn und den Standort von jagdlichen Einrichtungen. Auch über die Erarbeitung einer Datenbank der Jäger wurde gesprochen. „Zur nächsten Versammlung werden wir erfahren, was sich diesbezüglich getan hat oder ob alles beim Alten geblieben ist“, meint Andreas Höfer. Großes Augenmerk schenken die Jäger auch dem Nachwuchs. Junge Leute mit Interesse für die Jagd und Ausbildung sind jederzeit zur Verstärkung in den Reihen der Jäger willkommen.

Text: Gabriele Wetzel

Foto: Steffen Frotscher
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