„Sahara – so weit das Auge reicht“

  Pausa/Vogtland: Pausa | Pausaer Karl Jüchser bei Hilfsaktion in Marokko dabei

„Ich muss das erst mal verdauen, was ich erlebt habe. Aber ich würde es jederzeit wieder machen“, ist sich Karl Jüchser über seine Teilnahme an der humanitären Hilfsaktion „Sahara – so weit das Auge reicht“ sicher. Der Pausaer Diplomaugenoptiker bewarb sich bei mailShop, demPartner des größten Schweizer Brillenglasfabrikanten Optiswiss AG, um an dieser Aktion zugunsten der Bevölkerung der marokkanischen Wüste teilzunehmen. „Die Mitwirkung an dieser einwöchigen internationalen Hilfsaktion geschieht auf freiwilliger Basis und mit einer Eigenleistung in Höhe von 1000 Euro für Reisekosten und Spesen. Ich hatte mich schon 2013 dafür beworben, aber da waren die Plätze schon weg“, so Jüchser. Gemeinsam mit Augenoptikern aus der Schweiz, Frankreich, Dänemark und Deutschland trat Jüchser erwartungsvoll die Reise von Frankfurt/Main über Casablanca, Marrakesch, Tiznit zum Einsatzort Fam El-Hisn in Marokko an, wo sie in Khaima-Zelten übernachteten. Die Menschen dort leben in bitterer Armut. Viele, die an Augenkrankheiten, wie Grauer Star, Fehlsichtigkeit und Hornhautverkrümmung, leiden, können die Kosten für die notwendige Versorgung durch Augenärzte und Optiker nicht bezahlen. Deshalb organisiert die Optiswiss AG seit 2007 diese humanitären Hilfsprojekte, wo die marokkanische Bevölkerung vor Ort kostenlos mit Brillen versorgt wird. So prüften Karl Jüchser und seine Kollegen die Augen, führten Sehtests durch, ermittelten die Sehschärfe, trafen die Brillenfassungsauswahl und montierten die Brillen. Er war auch dabei, als die 10.000. Brille verteilt werden konnte. „Das haben wir gefeiert. Das sind unvergessliche Momente. Die Menschen haben gestrahlt vor Glück, als sie die Brillen aufgesetzt bekamen und ihre Umwelt jetzt schärfer und klarer wahrnehmen konnten“, berichtet Jüchser. Die meisten Patienten hatten vorher keine Brillen getragen und legten für die Hilfe einen weiten Weg aus den Berberdörfern zurück. Besonders emotional hat ihn ein vier Jahre altes Mädchen bewegt, dass absolut kurzsichtig, noch nie richtig gesehen hat und bisher ohne Brille war. Die Marokkaner respektieren die Optiker, sind freundlich und dankbar. So bedankten sie sich herzlich mit einem vorgeführten Tanz.
Am Rande dieser Hilfsaktion erwartete die helfenden Augenoptiker eine Wüstentour in die Sahara, wo sie ein Berberdorf besuchten. Zwischen den Optikern war eine gute Atmosphäre. Sie verstanden sich mit knappem Deutsch und „Händen und Füßen“. Sie alle prägte ein Gemeinschafts- und Zusammengehörigkeitsgefühl.
„Für mich war neu, dass ich meine beruflichen Erfahrungen in einem völlig anderem Umfeld und Patienten eingebracht habe. Zweifellos war es anstrengend bei ungewohnten 40°-Temperaturen im Camp zu arbeiten. Aber dieses direkte Ankommen der Hilfe vor Ort bei den dankbaren Menschen macht glücklich und ist wie ein schönes Geschenk“, spricht der Pausaer aus dem Herzen.

Foto 1: Karl Jüchser erhält die Teilnehmerurkunde an der humanitären Aktion.
Sein persönlicher Einsatz ging zugunsten der marokkanischen Bevölkerung.

Foto 2: Ein alter Mann brauchte eine besonders starke Brille und war für die Hilfe sehr dankbar.
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2 Kommentare
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Renate Jung aus Erfurt | 20.06.2014 | 23:44  
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Hannelore Grünler aus Artern | 23.06.2014 | 03:32  
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