Sieben starke Meisterstücke: Eine runde Pendeluhr aus Ahorn, Lichtspiele am Ehebett, ein wandelbarer Billardtisch und mehr

Die sieben jungen Tischlermeister an einem der Meisterstücke.
 
Der Jahrgangsbeste, Mario Reißmann aus Berga, vor seinem Meisterstück.
ZEULENRODA. „Wir sind mit dem abgeschlossenen Lehrgang sehr zufrieden. Sie sehen hier sieben außergewöhnliche Meisterstücke, die sich durch ihre brillante Verarbeitung auszeichnen“, begrüßt Dr. Thomas Heyn die Kursteilnehmer, ihre Eltern und Partner, Arbeitgeber und offizielle Vertreter zu einer kleinen Feierstunde in der Bildungsstätte Zeulenroda der Handwerkskammer für Ostthüringen. Hier endete am 4. April 2012 der Meisterkurs für das Tischlerhandwerk und hier waren die Meisterstücke der sieben Kursteilnehmer ausgestellt. Dr. Heyn, Beauftragter im Qualitätsmanagement der Handwerkskammerund und Vorsitzender des Prüfungsausschusses, gerät angesichts der Exponate und der gezeigten Leistungen regelrecht ins Schwärmen: „Das war der beste Lehrgang seit dem Jahre 2005.“ Besonders lobt er die verwendete Materialvielfalt, wobei die heimischen Hölzer eine Favoritenrolle einnehmen, deren meisterliche Verarbeitung und das hohe Niveau des handwerklichen Könnens: „Die jungen Männer haben sich während der praktischen Prüfungsphase gegenseitig beflügelt und zu Höchstleistungen animiert.“

Als Lehrgangsbester hat Mario Reißmann den Meiserkurs abgeschlossen. Er absolvierte sowohl die theoretische als auch die praktische Prüfung mit „Sehr gut“. Das Meisterstück des Bergaers, der in der Tischlerei Schaub in Zeulenroda arbeitet, ist eine runde Standuhr aus Ahorn mit mechanischem Uhrwerk, Pendel und Schlagwerk. „Das ist hier noch nie da gewesen“, begeistert sich Dr. Heyn und weist auf das aus furniertem Holz zur Kugel geformte Oberteil. Die Idee, eine runde Uhr mit dünnen Holzplättchen zu furnieren, habe Heyn schon an einige Tischler, die ihren Meister machen wollten, herangetragen. Die hätten jedoch in der Vergangenheit immer die Hände gehoben. Zu kompliziert sei die Ausführung. "Für diese Arbeit sind tatsächlich ganz besondere Fertigkeiten vonnöten. Und die hat Mario Reißmann eindrucksvoll unter Beweis gestellt", freut sich der Qualitätsmanagement-Beauftragte der Handwerkskammer.

Aber auch die anderen Meisterstücke sind wahre „Hingucker“. So der massive Multifunktionstisch von Eric Schannwell, der sich mit wenigen Handgriffe von einem Speisetisch in einen Billardtisch verwandeln lässt. Oder das höhenverstellbare Kinderbett von Marcel Böhme aus Esche und Nussbaum, das ganz ohne Metall und Palstik auskommt. Kreative Schuckstücke sind auch die halbgeschossige Treppe von Sebastian Schwalbe, die mit allerlei Raffinessen versehene Mediathek von Matthias Keil, das mit diversen Lichtspielen ausgestattete Doppelbett von Tomas Brüstel und der mit Geheimfächern bestückte Schreibtisch von Tom Hilbert – alle Objekte zogen in der Ausstellung bewundernde Blicke auf sich und die Vorstellung jedes der Meisterstücke wurde mit reichlich Beifall belohnt.

Nach der Präsentation erhielten die sieben jungen Tischler ihre Meisterbriefe: Mario Reißmann aus Berga, Eric Schannwell (Bad Elster), Matthias Keil (Pahren), Marcel Böhme (Korbußen), Thomas Brüstel (Quirla), Tomas Hilbert (Staitz) und Sebastian Schwalbe (Zeitz).

Der nächste Meisterkurs für das Tischlerhandwerk in der Bildungsstätte Zeulenroda der Handwerkskammer für Ostthüringen beginnt am 9. September 2012. Informationen dazu unter Telefon 036628/733-0.
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