Urenkel erzählt über seinen bekannten Vorfahren

Ehemaliger Oberbürgermeister von Greiz Paul Karl Friedrich Thomas (Foto: Privatarchiv)
Der Zufall verhalf mir zu einem Bildnis aus dem Jahr 1920 von Paul Karl Friedrich Thomas, dem ehemaligen Greizer Bürgermeister und ernannten Oberbürgermeister auf Lebenszeit.
Bei der Pokalübergabe zum Städtewettbewerb der DAK traf ich auf die fitteste Familie Thüringens, genau gesagt auf eine Familie aus Pößneck. Man kommt ins Gespräch und erfährt bemerkenswerte Informationen.
Mein Gesprächspartner gab mir zu verstehen, als wir im Gespräch auf die Stadt Greiz kamen, dass er ein Urenkel des Greizer Oberbürgermeisters Thomas sei, nach dem die Thomasstraße in Greiz benannt worden ist.
Das war höchst interessant und meine Neugier kannte kaum Grenzen und so erfuhr ich einiges über seinen bemerkenswerten und berühmten Urgroßvater.
Dieser wurde am 21. September 1859 in Berga geboren, besuchte die Volksschule, das Gymnasium, leistete Militärdienst.
Studierte Staats- und Rechtswissenschaften in Jena, Berlin und Weimar und hatte mehrere Anstellungen in Weida, Gera und Weimar.
Bevor er im November 1890 zum Bürgermeister ernannt wurde, sammelte er als gewählter Stellvertretender Bürgermeister seit dem 2. Januar 1890 Erfahrungen in dieser Position.
Drei Jahre später wurde Thomas zum Oberbürgermeister der Stadt Greiz ernannt und 1911 auf Lebenszeit in dieses Amt gewählt.
In seiner Amtszeit kam es zur Fortführung und Beendigung großer Projekte, dem Ausbau der Neustadt in den Jahren 1892 bis 1895, dem Ausbau des Kanalsystems in der Altstadt um 1900.
Es kam zur Errichtung des Volksheimes und der höheren Webschule in der Idastraße, der Mädchen und Knabenbezirksschulen am Pohlitzberg. (Pestalozzi- und Bergschule).
Die Verlegung der Gräßlitz aus dem Stadtinneren, die unterirdische Führung zur Mündung in die Weiße Elster dauerte bis 1914.
Während dem Gespräch war es nicht möglich, alles über den einstigen Greizer OB zu erfahren, der zum Beispiel die städtische Fäkalien- und Ascheabfuhr einführte, das Greizer Rathaus erweitern lies und nicht zuletzt den Bau des Elektrizitätswerkes und die Erweiterung der Gasanstalt voran gebracht hatte.
In seiner Wirkungszeit erhielt Thomas mehrfach Auszeichnungen, nach einer Amtszeit von dreiunddreißig Jahren kam der verdiente Ruhestand. Am 11. Dezember 1942 starb der Jurist und OB Paul Friedrich Thomas in Greiz.
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2 Kommentare
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Renate Jung aus Erfurt | 01.11.2013 | 00:13  
Gerd Zeuner aus Zeulenroda-Triebes | 01.11.2013 | 09:08  
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