Verbunden in Liebe und Treue ein Leben lang

Elisabeth und Gottfried Weidlich aus Greiz- Pohlitz erleben die Gnadenhochzeit.
 
Die stellvetretende Bürgermeisterin der Stadt Greiz Ines Watzek überbringt Glückwünsche.
Greiz - Pohlitz
Die Gnadenhochzeit feierten Elisabeth und Gottfried Weidlich in Greiz – Pohlitz, die am 5. Februar 1944 in der Kirche zu Lauter im Erzgebirge den Bund fürs Leben schlossen. Es klingt fast unglaublich, 70 Jahre, eine halbe Ewigkeit sind die Jubilare miteinander verheiratet. „Fast ein ganzes Menschenleben lang verbrachten Sie miteinander, gingen gemeinsam durch dick und dünn, es gibt nicht viele Paare die diesen seltenen Hochzeitstag noch miteinander verbringen dürfen, deshalb ist dieser Tag etwas Besonderes“, sagte die Stellvertretende Greizer Bürgermeisterin Ines Watzek, die in ihrem eigenen Namen und der Stadtverwaltung gratulierte und dem Paar noch viele gemeinsame schöne Jahre wünschte.
Zu den ersten Gratulanten zählten Tochter Christine und Sohn Lothar mit Ehefrau, die sich rührend in abwechselnder Reihenfolge wöchentlich um die Belange der Eltern kümmern und es sich an diesem besonderen Tag nicht nehmen ließen, aus Jena und Auerbach vorbei zu schauen. Zudem können sich die Jubilare über vier Enkel freuen, die aus weiter Ferne gratulierten.
„Geheiratet haben wir während einem Fronturlaub, in Norwegen stationiert, wurde ich nach Beendigung des Krieges dort interniert und kam 1946 zurück in die Heimat“ erinnert sich Gottfried Weidlich „und die Trennung war nicht immer einfach gewesen, da gehört noch viel mehr dazu, gegenseitiges Vertrauen, die Zuversicht, die Liebe und viel Kraft die sehr lange Zeit zu überstehen und das Leben gemeinsam mit unseren Kindern zu meistern“.

In der Bergstadt Lößnitz im Erzgebirge wurde Gottfried Weidlich am 16. Oktober 1920 geboren, ging hier zur Schule und erlernte den Beruf eines Maschinenschlossers und arbeitete auch nach dem Umzug der Familie nach Greiz in seinem Beruf bei der Wismut über Tage in Ronneburg.
Mit zu nehmenden Alter nahm seine Sehkraft stark ab, das ihn aber nicht davon abhält, hin und wieder den Weg zur Kaufhalle und zum Bäcker aufzunehmen. Bis vor einigen Jahren hatten die Weidlich`s noch ein OTZ-Abo, das aber aus genanntem Grund aufgegeben wurde. Im Gespräch mit dem Senior kam zum Ausdruck, am politischen und gesellschaftlichen Leben ist er bestens über das Abhören der Nachrichten im Rundfunk und TV bestens informiert.
Ehefrau Elisabeth ist ebenfalls eine waschechte Erzgebirglerin, am 28. Mai 1922 in Lauter geboren, ging sie dort zur Schule und war beruflich tätig bis zum Umzug im Emaillierwerk in Lauter.
Arbeitsmäßig ging es als Fertigwarenschauerin in der Greika weiter bis zum Eintritt ins Rentenalter.
Hobbymäßig liebten und pflegte das Paar ihren Kleingarten über viele Jahre hinweg. Gemeinsam unternahm die Familie mit ihrem Trabant viele Reisen nach Tschechien, verbrachten viele Jahre an der Ostsee, meist in Zinnowitz den gemeinsamen Urlaub.
„Eine große Familienfeier wird es angesichts des hohen Alters und dem Gesundheitszustand meiner Eltern nicht geben“ sagte Tochter Christine Lausch, „wir waren in all den Jahren eine harmonische Familie“ und „freuen uns riesig, das wir mit unseren Eltern dieses seltene Jubiläum erleben können“, freute sich Sohn Lothar Weidlich.
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3 Kommentare
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Petra Seidel aus Weimar | 07.02.2014 | 09:26  
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Hannelore Grünler aus Artern | 07.02.2014 | 20:06  
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Renate Jung aus Erfurt | 08.02.2014 | 12:03  
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