Viel Farbe im Grau - Bunte Farbtupfer in den Klinikalltag krebskranker Kinder

Marleen Schönbach näht Kinder-Halstücher, um den Eltern der verstorbenen "Zaubermaus" eine Auszeit zu ermöglichen.
ZEULENRODA. Das Schicksal der kleinen „Zaubermaus“ bewegt unzählige Menschen. Seit den Veröffentlichungen über das todkranke Mädchen im Internet und der regionalen Presse hat sich eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft entwickelt. Die Anteilnahme wächst ins schier unermessliche, seit bekannt wurde, dass das 17 Monate alte Kind nun für immer eingeschlafen ist.

„Die Welle der Hilfsbereitschaft ist einfach überwältigend“, sagt Marleen Schönbach. Die 27-jährige Zeulenrodaerin und ihr Mann stehen ihrer befreundeten Familie im Vogtländischen Oberland bei, deren Baby nach einer fünfmonatigen Tortur mit Operationen und Chemotherapien den Kampf gegen den Krebs verloren hat. Für dessen Eltern ein so tragischer Schicksalsschlag, den Außenstehende kaum nachempfinden können. Verwandte und Freunde stehen der jungen Familie in diesen schweren Tagen bei. So auch die Schönbachs aus Zeulenroda. Selbst Eltern von drei Kindern, unterstützen sie die betroffenen Eltern so gut sie können. Und koordinieren die Welle der Hilfsbereitschaft. „Die Anrufe und E-Mails mit Anteilsbekundungen, Hilfs- und Spendenangeboten kommen aus der ganzen Bundesrepublik, von München bis Flensburg, ja sogar aus der Schweiz“, berichtet Marleen Schönbach.

Doch wie kann man in einer solchen Situation überhaupt helfen? „Die Eltern brauchen jetzt dringend eine Auszeit. Sie müssen gemeinsam einmal weg, um Abstand zu gewinnen und aus der räumlichen Distanz mit der Trauerarbeit zu beginnen“, schätzt ihre Freundin aus Zeulenroda ein. Marleen Schönbach will helfen, diese Auszeit zu finanzieren. Dazu näht sie derzeit mit einem runden Dutzend Hobby-Schneiderinnen 350 bunte Kinder-Halstücher, die sie verkaufen und den Erlös den Eltern der „Zaubermaus“ geben will.

Doch das ist nur ein Mosaiksteinchen im Engagement der Zeulenrodaerin. Gemeinsam mit anderen Frauen näht Marleen Schönbach seit Juli für Kinder in Krebsstationen bunte Kathederbrusttaschen. Die sollen etwas Farbe in den Klinikalltag bringen und den Kindern ein Lächeln in ihre Gesichter zaubern. „Viel Farbe im Grau“, so das Motto. Und so soll auch der Verein heißen, den Marleen Schönbach jetzt mit Jana Hauke aus Greiz, Sindy Tanner aus Kornbach und vielen weiteren Helfern gründet. Der Verein will schwerkranken Kindern und ihren Angehörigen helfen. Die Vereinssatzung ist geschrieben, die Internetseite steht und im September 2012 soll die Gründungsversammlung stattfinden.

Information: www.viel-farbe-im-grau.de.

Kontakt: Telefon 0157-77560270, E-Mail: marleen@viel-Farbe-im-Grau.de
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