Viel Grund zur Freude und Dankbarkeit im Altenpflegeheim Pausa

  „Wir haben es wieder geschafft. Bereits zum dritten Mal erhielten wir nach der Prüfung des MDK im Juli 2013 im voll- und teilstationären Bereich das Qualitätstransparenzkriterium „sehr gut““, berichtet sichtlich stolz und mit Freude Birgit Ehrhardt, Einrichtungsleiterin des Diakoniewerkes Martinsberg e. V., Altenpflegeheim Pausa. In allen fünf geprüften Bereichen gab es sehr gute Pflegenoten, sodass die Gesamtnote ein glatte 1,0 war. „Dieses Ergebnis muss von allen Mitarbeitern tagtäglich neu erkämpft und verteidigt werden. Denn nach der Prüfung ist vor der Prüfung“, ist sich die Leiterin sicher. Und noch einen Grund zur Freude und Dankbarkeit steht in diesen Tagen ins Haus. Das Pausaer Altenpflegeheim begeht sein 15-jähriges und das Betreute Wohnen sein 10-jähriges Jubiläum.
Am 5. August 1998 zog die erste Bewohnerin in die neue und moderne mit 24 Einzel- und 12 Doppelzimmern ausgestattete Einrichtung ein. In der Tagespflege werden 10 ältere Menschen liebevoll betreut. Und seit November 2003 stehen unmittelbar neben dem Altenpflegeheim neun behindertengerechte Wohnungen, davon zwei rollstuhlgerechte, in der „Güntherschen Villa“ als Betreutes Wohnen bereit. Alle Bewohner kommen aus einem breiten Einzugsgebiet von Thüringen und dem Vogtlandkreis. „Viele entscheiden sich bewusst für Pausa, da es eine kirchliche Einrichtung ist. Wir können aber bei weitem nicht den Bedarf decken. Es gibt allgemein zu wenige Pflegeplätze“, informiert Birgit Ehrhardt, die als Pflegedienstleiterin hier begann und seit 2002 die Einrichtungsleitung übernommen hat. Über 50 Mitarbeiter, inklusive der hauseigenen Küche, sind tagtäglich bemüht, den älteren und pflegebedürftigen Menschen einen ruhigen und zufriedenen Lebensabend zu ermöglichen. „Unsere Küche ist nicht ausgelagert, wir haben kein Leihpersonal, alles ist in Obhut des Hauses. Das ist ein Qualitätsmerkmal, eine Identifizierung mit der Einrichtung“, so Ehrhardt. Als sehr positiv bewertet sie die stabile Personaldecke. 16 Mitarbeiter feiern ihr 15-jähriges Dienstjubiläum, über die Hälfte sind mehr als 10 Jahre beschäftigt. „Das Haus fällt und steht mit den Menschen. Alle ziehen hier an einem Strang. Viele leisten viel mehr über ihr Arbeitspensum hinaus“, lobt die Einrichtungsleiterin. Birgit Ehrhardt ist sich sicher, dass auf so hohem Niveau die Pflege in andern Ländern nicht erfolgt wie in Deutschland. „Die größte Herausforderung ist die künftige Pflegeversicherung, denn die vollstationäre Versorgung muss bezahlbar bleiben. Eine gute Pflege geht nicht mit Ehrenamtlichen zu leisten. Die Frage steht, was in unserer Gesellschaft ein alter Mensch wert ist “, führt Ehrhardt weiter aus. In der Einrichtung sind neben den Hauptamtlichen auch fünf Ehrenamtliche, eine davon ebenfalls schon über 10 Jahre, tätig. Sie helfen und unterstützen bei der Betreuung, gehen mit den Bewohnern spazieren oder machen gemeinsame Spiele. Ihre Arbeit macht Birgit Ehrhardt sichtlich sehr viel Freude, obwohl der „Schreibkram“ immer mehr zunimmt, viel zu dokumentieren und nachzuweisen ist. Die Zusammenarbeit mit dem Diakonieverein Martinsberg in Naila und dessen Vorstandsvorsitzenden Karl Bayer ist sehr eng und gut. Dank moderner Technik werden viele Dienstangelegenheiten so unkompliziert geregelt und geklärt.
Am 7. August, ab 14.30 Uhr, werden die anstehenden Jubiläen nun kräftig und gebührend gefeiert. Nur soviel sei im Voraus verraten: Alle Mitarbeiter und auch zwei Bewohner haben einen „Kessel Buntes“ mit einigen Überraschungen aus 15 Jahren Rückblick angesetzt.


Foto: von links: Birgit Ehrhardt hält stolz den Nachweis und die Bestätigung des MDK über die sehr gute Arbeit im Heim in ihren Händen. Traude Reuter ist Heimfürsprecherin und bereits seit 14 Jahren im Pausaer Altenpflegeheim. „Die Mitarbeiter haben mich hier wieder hochgepäppelt. Ich war schon im Rollstuhl und bin wieder raus. Und mein Mut zum Leben hält mich am Leben“, berichtet sie zufrieden und glücklich. Und für Birgit Ehrhardt sind Menschen wie Traude Reuter, die sich so mit ihren Gedanken, Hinweisen und Vorschlägen im Alltag in der Einrichtung einbringen, ein Geschenk.
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2 Kommentare
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Gunter Linke aus Saalfeld | 02.08.2013 | 16:59  
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Hannelore Grünler aus Artern | 04.08.2013 | 04:22  
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