Von Down Under an das Zeulenrodaer Meer

Letzter Tag in Zeulenroda: Evelin und Ben am Strandbad der Talsperre.
 
Evelin mit ihrem Ben am Strandbad Zeulenroda. Der Dreijährige zeigt auf dem Smartphone seiner Mutti, was ihm hier am besten gefallen hat. Talsperre, Tiergehege und Dampflok gehören auf jeden Fall dazu!
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Evelin Ritschl lebt in Australien und hat mit ihrem Sohn die alte Heimat besucht
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Der am weitesten angereiste Tourist, der in diesem Jahr seinen Urlaub in Zeulenroda-Triebes verbracht hat, ist sicherlich Evelin Ritschl aus Australien. Die 33-Jährige lebt in High County, etwa zweieinhalb Autostunden von Melbourne und sechs Autostunden von Sydney entfernt. Das sind gute 16.000 Kilometer nach Ostthüringen. Luftlinie, versteht sich.

Zehn Wochen war Evelin in Zeulenroda. Erstmals dabei ihr Sohn Ben. Für den aufgeweckten Dreijährigen war das natürlich alles Neuland und ein großes Abenteuer, die alte Heimat seiner Mutti zu entdecken. Denn die gelernte Bürokauffrau stammt von hier, ist in Zeulenroda aufgewachsen und zur Schule gegangen. Vor sieben Jahren allerdings ging sie nach Australien. Die Liebe hat sie 2006 nach Down Under verschlagen. „Das Land hat mich immer gereizt, aber eigentlich wollte ich nie für immer da unten bleiben“, erinnert sich die junge Mutter. Doch bei ihrem „Work and Holiday“-Jahr 2005 in Australien lernte sie Paul, den Vater von Ben, kennen. Im Jahr darauf zog sie zu ihm. Seitdem arbeitet Evelin Ritschl bei einer Firma, die Motorrad-Zubehör fertigt, im Vertrieb und Verkauf.

„Alle zwei Jahre besuche ich meine alte Heimatstadt“, so Evelin. Dann wohnt sie immer bei ihren Eltern in Zeulenroda, wo sie stets auch bei alten Freunden und Bekannten vorbei schaut und mit ihnen vieles unternimmt. Und natürlich auch ihren Bruder besucht. Die Treffen mit Verwandten und Bekannten seien ihr das wichtigste, wenn sie in Deutschland ist. „Erst in der Ferne weiß man zu schätzen, was Familie und Freunde Wert sind“, sagt Evelin.

Gemeinsam haben sie in den zehn Wochen viel in und um Zeulenroda unternommen, aber auch andere Regionen besucht und sogar eine kleine Europareise durch Kroatien und Italien gemacht. Doch am besten hat Evelin und Ben tatsächlich die alte Heimat gefallen. Besonders die Talsperre mit dem Strandbad diesseits und dem Sandstrand jenseits der Brücke finden die beiden toll. Überhaupt habe sich die Talsperrenregion sehr zu ihrem Vorteil verändert, findet Evelin. „Dass man jetzt hier wieder baden kann, ist prima. Das ist ja wie früher“, schwärmt sie. Ihr und ihrem Sohn haben auch das Tiergehege in der Rabensleite und das Freigelände am Seehotel besonders gefallen. Für Ben war das tollste Erlebnis während seines ersten Zeulenroda-Besuches die Fahrt mit einer Dampflok. Die fand allerdings in Oberwiesenthal statt.

„Hier ist alles so nett und familiär“, fasst Evelin Ritschl ihren Urlaub in Zeulenroda zusammen. Und die ärztliche Betreuung sei hier viel besser als in ihrer neuen Heimat. Eine dauerhafte Rückkehr nach Deutschland schließt sie gegenwärtig allerdings aus. Was sie vermisst in Australien? „Das gute deutsche Essen bei meinen Eltern“, antwortet sie spontan. In Zeulenroda habe sie einige Kilo zugenommen. Mittlerweile sind Evelin und Ben wieder zu Hause in High County angekommen und haben die etwa 25-stündige Heimreise gut überstanden. In zwei Jahren werden sie wieder Zeulenroda besuchen. „Oma und Opa wollen doch sehen, wie sich ihr Enkel entwickelt!“
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