Weltenbummler sammelt Mineralien

Am Stand von Weltenbummler Peer Schepanski findet ein reger Austausch statt
 
Armin Morgner zeigt ein klassisches Stück mit Bleiglas aus Freiberg
Greiz - Vogtlandhalle.
Bereits zum fünften Mal hatte die Greizer Vogtlandhalle am Sonntag von 10 bis 17 Uhr das Foyer für die jährlich statt findende Mineralien- und Schmuckbörse geöffnet. Nach Leipzig, Dresden, Freiberg und Oelsnitz im Ezgebirge konnten nun auch zahlreiche Interessenten wieder in Greiz die wunderbaren glitzernden Ausstellungsstücke bewundern und käuflich erwerben. Aussteller aus ganz Deutschland und Tschechien zeigten mineralogische Klassiker. In verarbeiteter Form bieten die gezeigten Gesteine und Mineralien viele Möglichkeiten zur kreativen Gestaltung, dabei reicht die Palette vom selbst gefertigten Modeschmuck bis hin zum edlen Silberschmuck. Das Hobby ihres Mannes hat Angelika Morgenstern aus Lauter-Bernsbach zum Beruf gewandelt und fertigt exlusive Gravuren an, die bewundert werden konnten. Über 50 Jahre ist Armin Morgner leidenschaftlicher Mineraliensammler, das Interesse wurde durch ehemalige Geologen der Wismut geweckt, die ihm die ersten Stücke besorgten. Mit 8500 Mineralien besitzt er eine umfangreiche Sammlung, die der gelernte Tischler in Vitrinen zur Schau stellt. Aus unansehnlichen Fundstücken erkennt der Fachmann des öfteren einen besonders schönen Stein, der erst nach dem Aufschneiden die Schönheit im Inneren erkennen lässt. Neben der Sammlerleidenschaft haben die Fundstätten große wirtschaftliche Bedeutung. Zirkon wurde erst kürzlich in der Göltzsch entdeckt, erzählt Armin Morgner und hält für die Besucher einige Stücke mit Erläuterungen bereit. Baryt wird zur Papierherstellung benötigt, Quarz zur Glasherstellung, aus Freiberg wird das abgebaute Galenit auch Bleiglanz genannt, zur Silbergewinnung benötigt. Seine Mineralsammlung umfasst Stücke aus Indien, Kasachstan, Russland, Frankreich, Kongo, Argentinien und Brasilein, zu deren Sammlern er oftmals Kontakte pflegt. „Wir sind dabei weltoffen“ sagt Morgner und wünscht sich im Lehrplan der Schulen die Wiedereinführung der Mineralienkunde, denn Mathematik, Physik, Chemie und Georaphie spielen dabei eine große Rolle. Wunderbar kristalierte Mineralien waren auch u.a. bei Jürgen und Tina Wesiger zu sehen, die sich speziell auf Mineralien aus dem Südharz spezialisierten und einen großen „Brocken“ Hydroboracit auf Anhydrit mit gebracht hatten. Bereits als Kind interessierte sich Tina Wesiger, angeregt durch ihren Vater, für Mineralien, beginnt im September in Freiberg ein Studium der Mineralogie. Beim bekannten Weltenbummler Peer Schepanski aus Lichtenstein bei Stollberg war das Interesse für die bunte und vielfältige Welt der Mineralien im Kindesalter geweckt. Bei seinen extrem Touren z. Beispiel mit dem Fahrrad zum Himalaya, „lerne ich nicht nur Leute kennen, sondern halte Ausschau nach besonderen Schätzen dieser Erde“ schwärmt der Sammler. Aus Erzgebirge kam Frank Richter, der neben Informationen zum Bergbau im Revier Marienberg, auch die dort zu findenden Mineralien, die Spuren von Zinn, Kupfer und Eisen aufweisen, zum Verkauf angebioten hatte. Die Börse war gut besucht und lockte schon vor der offiziellen Eröffnung Besucher an.
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