Wildschweinplage im Oberland

Zeulenroda-Triebes: Arnsgrün | Gemeinsame Wildschadenbekämpfung
Nachwuchssorgen der Jäger

Der gemeinsame Kampf gegen die Wildschäden stand im Mittelpunkt des Rundtischgespräches aller Jagdpächter und Jagdgenossenschaften des Einzugsgebietes Arnsgrün, Bernsgrün, Büna, Cunsdorf, Dobia, Frotschau, Gablau, Hohndorf, Leiningen, Pöllwitz, Schönbach und Wolfshain am Freitagabend im Gasthaus Müller Arnsgrün. Dazu eingeladen hatte der Geschäftsführer der Agrarprodukte Bernsgrün-Hohndorf e.G.,
Andreas Höfer, um diese alle angehende Problematik aufzugreifen.
Höfer berichtete über die aktuellen aufgetretenen Wildschäden auf den Ernteflächen in diesem Jahr. Sind auf den Getreidefeldern weniger Schäden zu beklagen, ist die Zahl beim Maisanbau und auf den Grünlandflächen hoch. Besonders durch das Umdrehen und Umgraben der Grasnarbe auf den Weideflächen ist der Schaden nach Höfer größer und schlimmer als auf den Feldern, da hier auch die Futterqualität negativ beeinflusst wird. Der Geschäftsführer schlägt vor, Drückjagden revierübergreifend durchzuführen und die Zusammenarbeit aller weiter zu verbessern. Zu den Maßnahmen des Agrarbetriebes zählen das Nachmähen und Abschleppen der Weideflächen und das Umstreuen der Maisflächen mit Wildgranulat.
Auch Gabriele Beck von der Unteren Jagdbehörde im Landratsamt Greiz ging an diesem Abend auf die Verantwortlichkeit bei der Wildschadenbegrenzung ein. Aufgrund der Klimaänderung, der besseren Lebensräume und eines ganzjährigen guten Nahrungsangebotes sei eine Reduzierung des Bestandes durch hohe Zuwachsraten nicht mehr möglich. Es besteht eine erhöhte Seuchengefahr durch die afrikanische Schweinepest.
Sie fordert mehr Unterstützung von der Landesregierung, insbesondere eine konsequente ganzjährige Bejagung des Schwarzwildes auf allen Jagdflächen, auch in den Bundes- und Landesforstbezirken und die Reduzierung der Gebühren für die Untersuchung von Trichinenproben, insbesondere bei Frischlingen. Nach Gabriele Beck müssen die Zuwegung zu den Kanzeln und die Befahrbarkeit der Waldränder besser gewährleistet und die Abstimmung zwischen Traktorist und Jäger in der Erntezeit verbessert werden. Frau Beck informierte auch über den gegenwärtigen Waldumbau und Holzeinschlag und entstehenden Dickungen im Pöllwitzer Wald, wodurch die Zahl der Wildschweine weiter zunehmen wird.
Die Jäger wünschen sich mehr Hilfe und Unterstützung von den Jagdgenossenschaften. Bei den Drückjagden seien mehr Treiber erforderlich. Auch die Information über den Erntebeginn sollte rechtzeitig erfolgen. Und – die Jäger brauchen weiter Nachwuchs zur Stärkung ihrer Reihen. Junge Leute mit Interesse für die Jagd sind jederzeit willkommen.

Foto 1: Andreas Höfer: Anwesende zum Rundtischgespräch im Kaminzimmer des Gasthauses Müller Arnsgrün
Foto 2: Gabriele Wetzel: Geschäftsführer Andreas Höfer sah Handlungsbedarf in Punkto Wildschadenbekämpfung und lud ein.
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