Wir sind Pilger – Menschen des Weges

Zeulenroda-Triebes: Bernsgrün | Da es bekanntlich kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung gibt, nahmen trotz trüber, nasskalter Witterung am Samstagvormittag 19 Christen aus Arnsgrün, Bernsgrün, Cunsdorf, Pöllwitz, Schönbach und Oberpirk die Einladung von Pfarrer Gunnar Peukert zum zweiten Pilgern im Pfarrbereich Pöllwitz – Schönbach dankend an. Jüngste Teilnehmerin war die neunjährige Schülerin Helena Richter aus Cunsdorf, älteste Seniorin mit 84 Jahren die rüstige Arnsgrünerin Lisa Müller. Unter drei Strecken konnte gewählt werden: die lange Strecke über 7,5 km von Bernsgrün nach Schönbach, die mittlere über 4,5 km von Bernsgrün nach Fröbersgrün und die kurze über 3 km von Fröbersgrün nach Schönbach. Alle Pilger, bis auf eine fünfköpfige Familie, die von Fröbersgrün nach Schönbach unterwegs dazu kamen, entschieden sich für die lange Strecke. „Nach dem ersten Pilgern von Arnsgrün über Dobia nach Pöllwitz folgt heute die zweite im anderen Teil unseres Pfarrgebietes“, begrüßte Pfarrer Peukert die Anwesenden zum Morgengebet in der Bernsgrüner Kirche. Von Bernsgrün aus ging es über den Mühl- und Schieferweg durch Wald und Flur nach Fröbersgrün. Vorbei an der alten mächtigen Pfarr- und Friedenslinde von 1871 folgte in der kleinen Kirche nicht nur das Mittagsgebet, sondern es wurde sich auch körperlich mit Speis und Trank gestärkt. Von Fröbersgrün aus führte der Weg über die Schulgasse weiter über Berg und Tal durch Gottes Natur in Richtung Schönbach. Unterwegs bot sich den Pilgern auf den Höhen ein fantastischer Rundblick ins thüringische und sächsische Vogtland. Und weil Pilgern untrennbar mit dem Glauben verbunden ist, führte der Weg in Schönbach auch in die dritte Kirche zum Reise- und Pilgersegen mit Psalm, Lied und Gebet. Am Ende des über vierstündigen Pilgerns waren sich alle einig, dass man beim Pilgern nicht nur die schöne Natur und Heimat genießen und den Kopf frei bekommen kann, sondern das der Pilgerweg auch eine Gemeinschaftserfahrung, ein Miteinander und gut für Leib und Seele war. Verständlich deshalb der Wunsch, das Pilgern auch im neuen Jahr 2016 weiter zu führen, denn das Interesse gegenüber dem ersten Pilgern war mit über 400% am Samstag deutlich steigend.
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