Wismutbusfahrer trafen sich zum 50.Mal

Gruppenbild zum Treffen im Frühjahr 2017
 
Helmut Hans zur Begrüßung der Mitstreiter
Sorge-Settendorf
Bis auf den letzten Platz waren die Räumlichkeiten der Gaststätte zur "Holzfällerklause" in Sorgesettendorf zum 50. Treffen der ehemaligen Wismut-Busfahrer vom Revier Ronneburg, am vergangenen Samstag besetzt. Eingeladen waren auch die Kfz-Schlosser der Werkstatt, sowie die Macher der „Rollenden Kantine“ kurz Rädlbar, die Organisator Helmut Hans begrüßen konnte. In lückenloser Folge, zweimal im Jahr, fanden in den vergangenen Jahren die Treffen statt. „Was im Frühjahr 1991 begann, hat sich zu einer langjährigen Tradition entwickelt“, stellte der langjährige Busfahrer zur Begrüßung der rund 120 „Ehemaligen“ fest, die aus Greiz, Werdau, Zwickau, Bad Köstritz, Gera, Weida, Berga und dem weiteren Umland gekommen waren. “Viele Kollegen werden sich noch an die Anfänge bei der Wismut erinnern, hier in diesen Räumen, wo wir all unsere Treffen veranstalteten, befand sich das 1. Kaufhaus der Wismut, welches 1951 erbaut wurde. Erst viel später zur heutigen Gaststätte umgebaut, betreut uns der Wirt Steffen Förster, dem die eingeschworene Zunft dankend die Treue gehalten hat. Eine viel beachtete Fotoausstellung, zur Geschichte der Wismut im Revier Ronneburg, mit Veränderungen rund um Sorge-Settendorf, wurde von Helmut Hans und Horst Mosch anlässlich des Jubiläums erstellt. Einige Bilder zeigen die Entwicklung der Transportfahrzeuge vom russischen SIL-Bus, H6B bis hin zu den modernen Skoda-Bussen. Beim betrachten der Fotos mit historischen Aufnahmen, die zum Teil heimlich in den Revieren aufgenommen wurden, kommen die Betrachter ins Schwärmen. Das allerwichtigste bei jedem Treffen sind die Gespräche, noch heute werden die tollsten Storys aus jener Zeit zum Besten gegeben. So erzählten die Macher der mobilen Versorgungseinrichtung der “Rädlbar“, wie sie damals aufgeplatzte Bockwürste an den Mann (Nur an die Busfahrer) brachten. Die so genannten “Reißverschlusswürste” wurden übermäßig mit Senf dekoriert, um das Delikt zu vertuschen. Der ehemalige Imbisskutscher und Bockwurstkocher aus Augsburg, Siegfried Röhr, wie er sich selbst bezeichnet, stellte während dem Treffen vier seiner verfassten Bücher über die Zeit bei der Wismut vor. Aus dem Raum München kamen der ehemalige Busfahrer Otto Greif, mit Frau Hiltraud, die in der Lohnbuchhaltung in Ronneburg tätig war, regelmäßig zu den Treffen und begründen ihre Anwesenheit mit den Worten, „Zum einen lieben wir unsere ehemalige Heimat, die uns viele Erinnerungen zurück bringt, der Zusammenhalt, die Gespräche mit den Kollegen, entschädigen uns für die lange Fahrt“. Die längste Anreise nahm Klaus Zschiegner aus Lünen bei Stuttgart auf sich, war 27 Jahre als Schlosser bei der Wismut tätig „vom heutigen Jubiläumstreffen hatte ich durch ehemalige Kumpel erfahren“.
Rund 200 Mitarbeiter im Werkstattbereich Ronneburg, darunter Mechaniker, Schlosser, Schmiede, Elektriker, waren für die Instandhaltung der rollenden Technik verantwortlich. Einhellige Meinung der Busfahrer „wir kommen auch gern mit unseren ehemaligen Kfz-Schlossern ins Gespräch, die so manches verbockte wieder gerade bogen“.
Wehe dem es klappte irgend etwas nicht, da hatten wir die Stasi am Hals, wissen die anwesenden Schlosser zu berichten. Als Überraschung wurde Helmut Hans das Zertifikat und ein Präsentkorb für überdurchschnittliche Leistung und Danksagung der Kolleginnen und Kollegen für Organisation, Koordinierung und Planung zum 50. Treffen der Wismut-Busfahrer vom Transportbetrieb Ronneburg unter großem Jubel von seinen Mitstreitern Horst Mosch und Konrad Brandt übergeben.
Alle Kumpel waren sich zum Abschied einig, der Zusammenhalt möge noch lange bestehen, damit es zum Herbsttreffen und darüber hinaus zu weiteren gemeinsamen Zusammenkünften kommt.
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